XC Meteo Pro

Gute Streckenflugtage verstehen und erkennen

Angebote, Daten und Anmeldung siehe ganz unten >

Vertiefe DEIN WISSEN ÜBER GUTES STRECKENFLUGWETTER. Erkenne WETTERLAGEN MIT POTENTIAL EIN PAAR TAGE VORHER.

Inhalte 2 Kursabende:

  • Wie erkenne ich einen guten XC-Tag ohne Thermikmodelle? (Die Modelle schaue ich dann im zweiten Schritt an)
  • Die 6 Gewürze der Thermik-HEX (=sensible Zutaten-Mischung eines langen Thermiktages)
  • Training Emagramm
  • Alpines Pumpen, Chancen und Risiken
  • Unterwegs in 3 Windsystemen: Höhenwind, Thermische Schicht, Talwind/Bergwind
  • Wie «denkt» ein Wettermodell und wo liegen dessen Grenzen? («Essentially all Models are wrong, but some are useful»)
  • Schmetterlingseffekt und sinnvoller Prognosenhorizont (Modell-Ensemble)
  • 500hPa Höhenwetterkarte, typische Muster erkennen
  • 3 gute Flugtage analysieren
  • Empfehlungen Thermikmodelle und Literatur
  • Wichtigkeit der persönlichen Flugpraxis (mindestens 80% XC-Fliegen, max. 20% Theorie)

VORAUSSETZUNGEN & Vorbereitung

  • Kapitel Meteo im Theoriebuch Lötscher/Zeller zu 80% im Griff haben
  • Lernbereitschaft und Ausdauer für 2 intensive Kursabende
  • Das Schweizer-Emagramm in folgenden Punkten lesen können: Höhe,  Temperatur, Temperaturgradient, Taupunkt, Linien für Trocken- und Feuchtadiabate
  • Wem Emagramm ein Fremdwort ist, der studiere bitte die Einführung von Stefan Neyer, Schänis Soaring: Das Emagramm (PDF) >
  • Optional: Einführung in die Höhenwetterkarte lesen (Lucian Haas, lu-glidz): https://lu-glidz.blogspot.com/2006/08/meteowissen-das-hhenwetter.html >

ZEIT & KURSORT

  • Die Kurse finden online per ZOOM statt!
  • Den Teilnahme-Link und die Kursunterlagen erhältst du zwei Tage vorher per Mail.

Sprache

  • Deutsch
  • Kursunterlagen: Deutsch

Kursleitung

  • Bänz Erb, Chill Out Fluglehrer

Preis:

  • CHF 180 für 2 Kursabende
  • Bei deiner Anmeldung erhältst du eine Rechnung per E-Mail. Bitte überweise den Betrag bis zum Kursbeginn oder zahle bei Kursbeginn Bar/Kreditkarte vor Ort.

Nicht im Kurs enthalten:

  • Die Abkürzung / die eine Lösung / die Wunderpille / die Methode der Cracks im Sinne von: Schaue um diese Uhrzeit genau dieses Wettermodell an, reise in diese Region, starte um 11:15 genau an diesem Startplatz und fliege dann in diese Richtung, damit dir ein weiter XC-Flug gelingt und dich vor Enttäuschungen bewahrt. >> Falls jemand diese Wunderpille besitzt, bitte melden ;-). Der Kurs liefert dir Grundlagen, um das Zusammenspiel der relevanten Faktoren für gute XC-Tage zu verstehen. Somit wird der Lernprozess beschleunigt. Der Lernprozess setzt aber viel Praxis voraus: Mindestens 80% Praxis (fliegen, fliegen, fliegen) und etwa 20% Theorie (Kurse, Literatur, Modelle, …). Obwohl dieser Lernprozess viel Ausdauer und Frustrationstoleranz voraussetzt, macht genau diese Herausforderung einen Reiz des Streckenfliegens aus. Man kann sich diese Fähigkeiten weder kaufen noch downloaden. Jede*r muss sie sich selber erarbeiten.
    Während sich in unserem Sport am Anfang mit wenig Aufwand und einem einfachen Fluggerät intensive Erlebnisse «konsumieren» lassen, beginnt das «Investieren» und «Trainieren» spätestens dann, wenn man in Meteo-Einschätzungen selbständig werden will. Man frage einen erfahrenen XC-Piloten, wie viele hundert Stunden er bereits in seinen Sport investiert hat und wie oft er zwischendurch trotz «super Thermikprognose» abgesoffen ist. Der Kursleiter bezweifelt, dass es «die Methode der Cracks» gibt, die man einfach so übernehmen kann. Diese Annahme darf gerne jederzeit mit überzeugenden Belegen entkräftet werden.     
  • XC-Taktik:«Welches ist der richtige Startplatz? Wie plane ich meine Route? Wo quere ich das Tal?» >> Mehr Meteo-Wissen hilft aber, solche Entscheide zu fällen und Tage gewinnbringend zu analysieren.
  • Meteo Gefahren: Wie Starkwind, Föhn, Talwind-Lee, Böenfront, Gewitter, etc. >> Der Fokus des Kurses liegt auf den Chancen, also auf den Zutaten eines guten XC-Tages. Das Wissen um die guten Zutaten befähigt jedoch, im Umkehrschluss die schlechten und gefährlichen Zutaten zu erkennen. 
  • Techniken, um das Wetter im Flug korrekt lesen und beurteilen zu können. >> Das hat primär mit viel Erfahrung und einem guten Situationsbewusstsein zu tun. Diese Erfahrung muss man sich selber erarbeiten, indem man 10 Jahre lang oft und in verschiedenen Gebieten Streckenflüge macht. Die Aufmerksamkeit muss in der Umgebung sein, feine Details erkennen und richtig interpretieren können. Meteo-Wissen hilft, diese unsichtbaren Chancen und Risiken besser zu erkennen und die Lernprozesse zu beschleunigen.
  • Diskussionen über Details der Thermikmodelle:  im Sinne von: «Welches Modell ist im Frühling bei Nordwestlagen das zuverlässigste fürs Fluggebiet Fanas?». >> Diese Frage nach der langfristigen Statistik eines Modells könnt ihr direkt den Entwicklern und Betreibern der Modelle stellen. Der Kursleiter sammelt dazu keine  Daten. Es werden auch keine Abhandlungen über die Unterschiede zwischen RASP und Regtherm gehalten. Interessierte finden die entsprechenden Links in den Kursunterlagen. Thermikmodelle stellen etwa einen Achtel des Kursinhaltes dar (≈25 min). Sie stehen dem Piloten als eine Informationsquelle unter vielen zur Verfügung und nehmen in der Flugvorbereitung einen gewissen Stellenwert ein. Da es sich bei einen Thermikmodell «nur» um eine stark vereinfachtes Darstellung der Atmosphäre handelt, ist stets mit Abweichungen im realen Wettergeschehen zu rechnen. Ein Beispiel: Wenn das Regtherm-Modell für das gesamte Berner Oberland eine Prognose rechnet, so kann sich das reale Wettergeschehen in Gstaad von dem in Meiringen unterscheiden. Es liegen 75 km zwischen den beiden Orten. Modelle, so faszinierend und ausgereift sie sind, können die mehrjährige Erfahrung des XC-Piloten nicht ersetzen. Denn man muss die Prognosen ja im Hinblick auf ein bestimmtes Fluggebiet interpretieren können und seine Flugtaktik anpassen. Der Kursleiter verfolgt die Entwicklung der Modelle mit Faszination und freut sich auf die Innovationen der nächsten 10 Jahre.
  • Ein Hinweis noch: Eine «super» Thermikprognose ist nicht zu verwechseln mit ruhigen und angenehmen Flugbedingungen. >> Ein Tag lang starke und hochreichende Thermik bedeutet viel Bewegung in der Atmosphäre. Ebenso wird der Talwind am Nachmittag stark sein. Wenn sich ein Pilot mit wenig Erfahrung nach vier Monaten Winterpause bei einer «super» Thermikprognose im April in Fiesch startklar macht, heisst dies nicht automatisch, dass er in den 6m/s-Thermikschläuchen stets ein angenehmes Gefühl von Orientierung und Kontrolle erleben wird. Ein Thermikmodell kann nicht beurteilen, ob man der Aufgabe gewachsen ist. Ein toller Nebeneffekt vom Gleitschirmfliegen ist jedoch, dass man sich immer wieder in realistischer Selbsteinschätzung üben kann. 

WEITERE KURSE AUF ANFRAGE

STRECKENFLUGWETTER, HEX, HEX

Im Meteo-Workshop wird die komplexe Thematik mit einer Mindmap zusammengefasst. Der bekannte Gleitschirm-Szene-Blogger Lucian Haas wurde darauf aufmerksam und widmete der «Thermik-HEX» einen Blogbeitrag >

Motto des Kurses

«Gib einem Mann einen Fisch und du ernährst ihn für einen Tag.
Lehre einen Mann zu fischen und du ernährst ihn für sein Leben.»

Konfuzius


Angebote und Daten

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Luftraum im Griff?
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Alles, was du für erfolgreiche Touren abseits des Rummels wissen musst