LEVEL WINGS FLAME

Testbericht von Beni Kälin

Fussstarten wird immer populärer, es wird immer einfacher und die Möglichkeiten werden immer grösser. Der Flame von LEVEL WINGS erweitert die Möglichkeiten nochmals um einen grossen Sprung. Speedflying Legende Francois Bon hat es geschafft einen Schirm zu bauen, der vom Handling und dem Speed einem klassischen Speedriding Schirm entspricht, aber eine Gleitzahl bietet die zwischen Speedflyern und Miniwings liegt. Ich schätze das Plus an Leistung zwischen 1.5-2 Gleitzahlen im Vergleich zu einem Mirage RS derselben Grösse.

Tönt ja genial, wo liegt der Haken?

Nun die Range ist insgesamt nicht grösser. Was der Schirm besser gleitet, büsst er an Steilheit und Dive ein. Um in steilerem Gelände am Boden zu bleiben muss man viel mehr hin und her fliegen, selbst mit offenen Trimmern. Wo man Platz dafür hat, empfinde ich das nicht als negativ, das Carven über der Grasnarbe macht mir persönlich enorm Spass. Aber steile enge Couloirs ausfliegen geht mit dem Flame nicht gut.

Ein weiterer Nachteil der Leistung ist das ärgerliche wegsteigen beim Swoopen. Selbst aus einer 180 Grad Drehung swoopt der Schirm nicht horizontal, sondern steigt etwas weg. Das ist nicht gefährlich, Energie zum Flaren hat man weiterhin genug, aber es reduziert halt den Spass am Swoopen. 

Starten und Groundhandling

Der Flame ist kein Speedriding Schirm den man einfach irgendwie hinwerfen kann. Mindestens auslegen wie ein Mirage sollte man ihn schon. Wie die meisten Speedflyer kommt er schnell hoch und schiesst vor. Man muss ihn unbedingt anbremsen, sonst klappt er ein. Mit geschlossenen Trimmern hat man nicht allzu viel Bremsweg übrig, Überbremsen und damit den Schirm stallen ist einfach möglich beim Groundhandling oder beim Start. Beim Handeln im Starkwind zeigt sich der Flame deutlich anspruchsvoller als z. B ein Mirage oder ein RapiDos. Sobald man die Bremse zu stark löst, pitcht der FLAME nach vorne und klappt grossflächig ein, was dann meistens nicht mehr zu retten ist. Wie dies ein Gleitschirm oder Miniwing auch macht. Das für Speedflyer typische fehlerverzeihende Entlasten der Leinen ohne dass der Schirm einklappt, hat der FLAME nicht. Ich vermute, dass ihn dies für Speedriding (Touch & Go und Riden) sehr anspruchsvoll macht, habe den FLAME selber aber leider noch nicht auf Ski ausprobieren können.

Barrel Rolls

Der FLAME hat sehr kurze Leinen im Verhältnis zur Spannweite und der Schirm ist sehr rollig. Diese Kombination macht den Schirm perfekt zum Barrel Rolls fliegen. Der FLAME hat durch seine Leistung auch einen sehr guten Pop, was Rollen in Bodennähe einfacher macht als mit anderen Schirmen.

Traggurte

Der FLAME hat einfache, klassische Speedflyer Traggurte mit breitem Band, was das unabsichtliche Verdrehen erschwert. Die Trimmer mit 10cm Trimmerweg entsprechen einem Mirage oder RapiDos und sind wie gewohnt hinten. Auf dem Trimmerband befindet sich in der Mitte eine blaue Naht. Will man im Flug die Trimmer rasch komplett öffnen, ist diese Naht störend. Sie lässt sich aber mit einem Japan-Messer einfach entfernen.

Sicherheit

Hier liegt die grosse Schwierigkeit für die Konstrukteure. Bei Speedflyer heisst mehr Leistung meistens auch weniger Sicherheit, spricht die Schirme klappen früher ein, klappen tiefer und reagieren giftiger. Da Speedflyer nicht zertifiziert werden, kann ich hier nur spekulieren. Ich selber bin bisher die Grösse 8 und 11 geflogen, da traute ich mich keine Klapper zu provozieren (kann ich auch nicht empfehlen…).  Für eine gute Sicherheit vom FLAME spricht, dass der Schirm in Frankreich und Italien letzten Sommer schon sehr viel geflogen wurde und noch keinen gefährlichen Ruf hat (beim Fluid 2 gab es ziemlich bald Unfälle). Mich persönlich machen die grossflächigen tiefen Einklapper die beim Groundhandling passieren aber vorsichtig. Ich vermute, dass der FLAME doch einiges an Turbulenzen wegstecken kann, aber wenn er seitlich einklappt rechne ich damit, dass er schnell abdrehen wird. Wie gesagt, das ist reine Spekulation.

Wie mit bisherigen Fussstartschirmen empfehle ich deshalb kein Proximity-Fliegen in Turbulenzen mit offenen Trimmern. Wenn’s schüttelt, die Trimmer nicht mehr als halb öffnen. 

Eignung

Obwohl der FLAME beim Groundhandling und Starten anspruchsvoller ist als andere Fussstartschirme, sehe ich kein Problem für Fussstart-Anfänger mit Gleitschirm-Erfahrung. Wer einen Gleitschirm handeln kann, kommt mit dem FLAME zurecht. Der FLAME eignet sich auch für Miniwing Piloten, die einen schnellen und agilen Miniwing mit Speedflying-Charakter suchen und dafür bereit sind auf das Plus an Gleitzahl zu verzichten, das ein Pi 16, Tonic oder Bantam bietet.

FLAME LIGHT

Der FLAME ist für einen Speedflyer relativ schwer, deshalb gibt es auch einen FLAME LIGHT mit gleichen Flugeigenschaften, aber anderen Traggurten und leichterem Tuch. So wiegt Grösse 11 nur noch 1.85kg statt 2.5kg. 

Nova Bantam vs. LEVEL WINGS FLAME

Ausser der Grössen und den kurzen Leinen haben die beiden Schirme nichts gemeinsam. Der FLAME ist ein Speedflyer und eine Spassmachine, gebaut für Proximity-Flying. Der Bantam ist gebaut um klein und leicht zu sein, gut zu starten und zu gleiten.

Preis

Jede Grösse hat einen leicht anderen Preis. Grösse 11 kostet bei Chill Out 2081.- statt 2290.- (Listenpreis).

Testen und kaufen

Wir haben einen 11er FLAME als Demo und können andere Grössen organisieren. Melde bei Beni Kälin beni@chilloutparagliding.com oder 076 445 63 61.

Rucksack packen für Hike & Fly Hochtour

Was in Luciens Rucksack ist wenn er in die Berge geht

Eines vorweg: Mit dem Gleitschirm auf Hochtouren zu gehen kann sehr schnell zu einer Materialschlacht ausarten, wenn man nicht aufpasst. Und mit einem 15kg Rucksack in der Vertikalen unterwegs zu sein, ist keine Freude.

Was Lucien auf einer klassischen Hike & Fly Hochtour alles so dabei hat, erzählt er dir in diesem Beitrag.

Die richtige Flugausrüstung

Der Pi 16 ist mein klarer Favorit! Er gibt mir genügend Reserve, wenn es etwas mehr Wind hat, bietet gute Leistung und zusammen mit einem Strapless2 wiegt das Ganze nicht viel mehr als 2kg und hat ein Packmass von um die 12l.
Für etwas weniger geübte Piloten bietet sich z.B. ein Pi2 23 mit einem Easiness3 und Notschirm an. Wer sauber packt und nicht übermässig viel Material mitnimmt, bringt da alles rein.

Der richtige Rucksack

Persönlich nehme ich einen 35l Rucksack von Exped mit. Dieser ist leicht, ohne Schnickschnack und gross genug dass all mein Material rein passt. Für Leute welche mit einem 23er Pi2 und Strapless2 und Notschirm unterwegs sind, kann ich den gleichen Rucksack in Grösse 45l empfehlen.

Hochtourenmaterial

Was ich an Klettermaterial mitnehme hängt natürlich stark davon ab, was für eine Tour geplant ist.

Hier mal eine Auflistung für eine klassische Sommerhochtour mit Gletscher, so wie wir sie auch den Teilnehmern unserer Chill Out Hochtouren schicken.

  • Klettergurt
  • Steigeisen
  • Pickel
  • Helm
  • 4 Schraubkarabiner
  • 1x 60cm Bandschlinge
  • 5m Reepschnur (5-6mm)
  • Prusik
  • Eisschraube
  • 40m Seil

Bekleidung

Auch hier kommt es natürlich darauf an, was du planst und was der Wetterbericht so erzählt.
Was ich jedoch immer dabei habe sind folgende Sachen:

  • leichte Fleecejacke
  • leichte Dauwnenjacke
  • winddichte Softshell oder Regenjacke
  • Handschuhe und Mütze
  • Ersatz T-Shirt
  • Sonnenhut

Was es sonst noch so braucht

  • Sonnenbrille
  • Sonnencreme
  • Lunch
  • Wasserflasche
  • Karte, Kompass, Höhenmesser
  • Handy
  • Sackmesser
  • Halbtax, Bankkarte, Bargeld
  • Stirnlampe
  • Erste-Hilfe Kit
  • Ggf. Zahnbürste & Hüttenschlafsack
  • Alles was ich oben vergessen habe 🙂

Tipps und Tricks

  • Am Vorabend früh genug anfangen zu packen. Erspart dir viel Stress.
  • Dein Rucksack sollte im Optimalfall nicht schwerer als 8-10kg sein.
  • Denk daran, dass auch die Jacken, welche während dem packen noch an der Garderobe hängen, beim Hochlaufen dann auch noch in den Rucksack passen sollten.
  • Überall ein klein wenig an Gewicht einsparen macht am Ende in der Summe schnell mal 2kg aus. Zum Beispiel kannst du den Hausschlüssel im Auto lassen, Münz und Cumuluskarte brauchst du nicht, eine kleine Tube Zahnpasta reicht.
  • Karabiner am Strapless kannst du abnehmen, stattdessen nimmst du einfach zwei der Schraubkarabiner vom Klettermaterial.

Kleine Anmerkung: Diese Packliste hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sie soll einen Einblick bieten, was bei mir so im Rucksack ist.

Ich wünsche dir auf jeden Fall viel Spass auf deinen eigenen Touren und immer schön schwacher Wind aus der richtigen Richtung.

Lust auf Hike & Fly im Hochgebirge?

Bist du begeisterter Hike & Fly Pilot und möchtest das Bergsteigen erlernen?
Oder auf einer geführten Hike & Fly Hochtour die Berge genissen?
Dann könnte dich unser Hochtouren-Angebot zusammen mit Bergführer Tobi Suter und Chill Out Fluglehrer Lucien Caviezel interessieren.

Zu den Touren und Ausbildungskursen

 

 

Nova Bantam

Testbericht von Beni Kälin

Der Nova Bantam ist der leichteste normale Gleitschirm mit Zulassung. Nur Singleskins sind noch leichter. Gleich vorne weg: Nova gibt immer die projizierte Fläche an. Ein Bantam 10 ist ausgelegt 12, ein Bantam 12 ist 14 und der Bantam 14 ist 16,6 Quadratmeter. Wir reden jetzt aber immer von der projizierten Grösse (Nova-Grösse). Grösse 12 und 14 wurden EN-D zertifiziert, Grösse 10 ist nicht zertifiziert. Bisher gab es so klein, leicht und zertifiziert nur den Skywalk Tonka oder eben Singleskins.

Was gefällt mir am Bantam?

Der Bantam ist extrem leicht, klein zu packen und auch im Starkwind einfach zu starten. Zudem hat er extrem kurze Leinen. Die Bremswege sind erstaunlich lang für so einen kleinen Schirm. Diese waren beim Tonka deutlich kürzer, für Normalpiloten von mir aus gesehen zu kurz. All dies macht den Bantam meiner Meinung nach zum perfekten Bergsteiger-Schirm. Beim Bergsteigen hat man durch die Bergsteigerausrüstung sowieso schon einen vollen Rucksack, da braucht man einen kleinen leichten Schirm, der dann bei möglichst vielen Windverhältnissen und wenig Platz noch sicher gestartet werden kann. Bei 30km/h Wind auf dem Mönch wünsche ich mir einen Bantam zum Starten.

Der Bantam hat null Tendenz zum überschiessen, was bei kleinen Schirmen mit kurzen Leinen das Starten massiv einfacher macht. Bei 20km/h Wind mit einem Ozone XXLite 2 16 starten ist richtig anspruchsvoll. Mit einem Bantam ein Kinderspiel! Der Unterschied ist 400 Gramm. Dafür rennt man bei Abwind mit einem XXLite 2 nur halb so weit. Gefühlt braucht der Bantam im Vergleich zum XXLite 2 ungefähr halb soviel Platz zum Auslegen (kurze Leinen) und hat dabei auch nur halb soviele Leinen. Mit XXLite 2 im Geröll starten ist unmöglich. Mit dem Bantam machbar.

Fluggefühl

Ich kenne keinen anderen Gleitschirm oder Speedflyer der verhältnismäßig so kurze Leinen besitzt wie der Bantam. Die Leinen gehen vom Piloten weg nicht nach oben, sondern gefühlt nach aussen. Die kurzen Leinen ermöglichen den Bantam auf kleinstem Raum auszulegen, vermindern aber auch die Flugruhe. Wieso fühlen sich am Tandemschirm die Turbulenzen so gedämpft an? Unter anderem wegen den langen Leinen. Je kürzer die Leinen, desto direkter ist man mit seinem Schirm verbunden und desto stärker spürt man Turbulenzen. Leichte Turbulenzen kommen einem heftig vor am Bantam, obwohl er eine extrem hohe Nick- und Rolldämpfung besitzt. Die meisten Miniwings die 16 Quadratmeter oder kleiner sind, rollen auch im Geradeausflug leicht, vor allem bei hoher Flächenbelastung. Der Bantam dagegen fliegt wie auf Schienen geradeaus. Das ist ziemlich ungewöhnlich für kleine Miniwings. Dadurch braucht’s auch mehr Zug an der Bremse, damit der Bantam eine Kurve macht. Mir persönlich machen andere Miniwings mehr Spass zum Fliegen. Der Bantam fühlt sich für mich etwas „kastriert“ an. Wer eine Spassmachine sucht, ist mit einem Pi 16, Tonic oder einem Flame besser bedient. Was am Bantam Spass macht und sehr einfach ist sind Barrel Rolls. Je kürzer die Leinen an einem Miniwing oder Speedflyer, desto einfacher sind die Rollen. Da hat er die Nase vorn gegenüber anderen Miniwings (ausser dem Flame, der aber ein Speedflyer ist).

Leistung

Ein 12er Bantam soll ungefähr die Gleitzahl eines 16er Pis haben, sprich die Gleitzahl wäre etwas besser als am Pi bei gleicher Grösse. Verglichen habe ich es selber nicht, aber die Leistung für einen Bergsteigerschirm ist mir persönlich nicht so wichtig. Er gleitet sicher gut genug.

Sicherheit

Ich bin kein Testpilot, das hier sind Spekulationen. Der Bantam fühlt sich wegen den kurzen Leinen in Turbulenzen gefährlich an, ist es aber vermutlich nicht. Bei so hohen Flächenbelastungen sind Einklapper sowieso eher selten, deshalb sehe ich die D-Einstufung als nicht so problematisch. Dennoch fällt auf, dass der Bantam im Zulassungsbericht bei allen Frontklappern ein D hat, wo ein Pi 16 überall ein A hat. Sicherlich sind die Reaktionen auf Einklapper am Bantam giftiger als bei einem Pi 16, aber Verhänger sind keine zu erwarten, weil der Schirm so wenig Streckung hat. Ich persönlich möchte aber keinen Vollbeschleunigten 75% Seitenklapper an einem 12er Bantam erleben. Also Vorsicht mit Vollgas, obwohl sich der Bantam richtig schnell fliegen lässt.

Traggurte und Materialien

Nova hat es geschafft super simple, übersichtliche, einfach zu bedienende und dennoch leichte Traggurte zu bauen. Ich bin begeistert. Sogar die Soft-Links sind schön versteckt, dass keine Leinen hängen bleiben können. Wow! Die wenigen Leinen sind farbig und ummantelt. Das Tuch ist das neue 26g Tuch, was mir einen guten und erstaunlich robusten Eindruck macht. Wie haltbar es ist, wird sich zeigen.

Fazit

Nova hat mit dem Bantam einen perfekten Bergsteiger-Schirm gemacht, der ein paar Vorteile gegenüber einem Pi 16 bietet. Wer nicht zu ängstlich ist in Turbulenzen, keine Spassmachine sucht und grossen Wert auf Gewicht und Packvolumen legt, für den eignet sich der Bantam. Man muss kein EN-D Pilot sein, um ein Bantam zu fliegen, aber man muss lernen wie man einen Miniwing fliegt.

Nova Bantam vs. LEVEL WINGS FLAME

Ausser der Grössen und den kurzen Leinen haben die beiden Schirme nichts gemeinsam. Der FLAME ist ein Speedflyer und eine Spassmachine, gebaut für Proximity-Flying. Der Bantam ist gebaut um klein und leicht zu sein, gut zu starten und zu gleiten.

Preis: 2690.- Chill Out Preis: 2490.-

Um den Bantam zu testen, melde dich bei Beni.

beni@chilloutparagliding.com oder 076 445 63 61

XContest Tutorial

Tipps und Tricks zum XContest

Im Video erfährst du wie du den XContest nutzt um:

  • einen Flugtag auszuwerten
  • deine Flüge zu analysieren
  • besondere Startplätze zu suchen
  • den Luftraum anzuzeigen
  • und vieles mehr

 

Chancen und Herausforderungen

Chill Out und Corona

Wie geht es Chill Out Paragliding während dem Lockdown?

Seit dem 16. März sind wir gegroundet. Die Flugschule ist geschlossen, Kurse wurden verschoben und Reisen abgesagt. Auch der Shop muss geschlossen bleiben, einzig Material-Bestellungen per Telefon und Email sind möglich. Für uns ist diese Situation eine grosse Belastung, wären doch gerade mit dem Saisonstart in der Weiterbildung viele Camps geplant gewesen (Sicherehitstraing, Thermik-Camp usw.). Auch für unsere Flugschüler ist die flugfreie Zeit äusserst unangenehm. Statt mehrmals pro Woche zu fliegen, sind die Einsteiger während Wochen nicht in der Luft. Mit wenig Erfahrung geht auch die geringe Routine schneller verloren.

Fahrplan Wiedereröffnung

Gemäss aktuellem Kenntnisstand dürfen wir am 11. Mai den Shop wieder öffnen. Kurse und Flugschule werden erst ab dem 8. Juni möglich sein. Wir haben ein Ausnahmegesuch gestellt, um zumindest private Guiding in Kleingruppen schon früher anbieten zu dürfen. Die Antwort steht noch aus.

Corona als Chance?

Vielleicht ist die ausserordentliche Situation auch eine Chance für Chill Out. Auslandreisen sind diesen Sommer wohl nicht oder nur sehr eingeschränkt möglich. Vielleicht wird der eine oder andere die Ferien in der Schweiz nutzen, um mit Gleitschirmfliegen anzufangen, oder eine Weiterbildung zu besuchen. Wir werden sehen…

Leichter an den Startplatz

Corona-Zeit ist Hike & Fly-Zeit

Zurzeit herrschen hervorragende Flugbedingungen, viele Bergbahnen haben ihren Betrieb jedoch sicher noch bis am 8. Juni eingestellt und den ÖV sollte man noch meiden um an den Startplatz zu kommen.

Es ist also Zeit zum Hiken! Hochlaufen, gemütliche Pause und dann ab in die Thermik. Das ganze macht natürlich deutlich mehr Spass, wenn man auch noch einen leichten Schirm und Gurtzeug am Rücken hat.

Beratung trotz Lockdown

Um dich in dieser Hike & Fly Zeit trotz geschlossenem Chill Out Shop (bis am 11. Mai) zu unterstützen, beraten wir dich gerne telefonisch, per Mail oder via Skype. Auch Schirme testen ist nach wie vor möglich.
Dein bestelltes Wunschmaterial senden wir kostenlos zu dir nach Hause oder liefern es im Raum Interlaken persönlich aus.

So kommst du mit uns in Kontakt:

Telefon: 079 339 93 88
Mail: lucien@chilloutparagliding.com
Skype: Termin auf Anfrage

Wer dich beratet:

Lucien ist unser Shop Manager. Neben seiner Tätigkeit im Shop arbeitet er als Testpilot bei ADVANCE und ist unser Hike & Fly Hochtouren Spezialist. Dank seiner Erfahrung als gelernter Sportartikelverkäufer und seiner Kompetenz, wenn es um Gleitschirmmaterial geht, ist er dein perfekter Ansprechpartner, wenn du Fragen hast.

 

 

Wie gut kennst du deine Ausrüstung?

Besser fliegen trotz grounding

Wegen Corona nicht zu fliegen ist mühsam. Nutze das Grounding als Chance, um deine Ausrüstung besser kennenzulernen. Lies das Handbuch deines Gurtzeugs, schau ein Video-Review deines Schirms oder checke die technischen Daten deines Notschirms.

  • Ist den Gurtzeug perfekt eingestellt?
  • Kennst du die Schmutzauslass-Öffnung am Gleitschirm?
  • Wie häufig sollte man einen Notschirm frisch packen?

Hier die Links zu einigen Modellen:


Gurtzeug

Advance Easiness 3
Advance Progress 3
Advance Lightness 3

Gleitschirm

Advance Alpha 6
Advance Pi 2
Advance Epsilon 9
Advance Xi

Notschirm

Companion SQR

 

 

 

Express your style

Welcher Piloten-Typ bist du?

Per 1. April 2020 erweitern wir unser Sortiment von Bremsgriffen. Hier bestellen

ADVANCE IMPRESS 4

Das neue Liegegurtzeug für Streckenjäger

Das IMPRESS 4 ist ein vollwertiges Streckenfluggurtzeug der High-End-Klasse mit Heckspoiler, welches dank seinem extrem kleinen Packvolumen und dem geringen Gewicht ab 6 kg ganz normal zusammengeklappt und in jedem Gleitschirmrucksack verpackt werden kann.

Wir konnten das Gurtzeug bereits begutachten und sind begeistert!

Kari Eisenhut, Chill Out Gründer & Entwicklungschef bei ADVANCE:
“Ich war mit dem neuen Impress 4 letzte XC Saison bereits einige Stunden in der Luft, die Kombination zwischen Komfort, Gewicht und Benzutzerfreundlichkeit ist einzigartig. Inbesonders gefällt mir persönlich die stromlinienförmige Optmik mit dem Heckspoiler besonders gut. Wenn ein Impress 4 dahergeflogen kommt, macht dies schon rein vom Erscheinungsbild eindruck und ist ein echter Hingucker”.

Die ersten Gurtzeuge erwarten wir voraussichtlich mitte Mai bei uns.

Möchtest du zu den ersten gehören, welche ihr Impress 4 bekommen?
Dann bestelle dein neues Streckenflugzeug bereits jetzt per Mail vor.

Vorbestellung

Preis: Der genaue Preis ist von ADVANCE noch nicht komuniziert. Wenn du eines vorbestelltst melden wir uns bei dir, sobald der Preis bekannt ist. Solltest du dir es dann noch anders überlegen stornieren wir deine Vorbestellung kostenlos.

Features im Überblick

  • Mit und ohne Sitzbrett fliegbar
  • Zwei Notschirm-Fächer (links und rechts)
  • SAS-TEC Seitenaufprallschutz
  • EN/LTF Zulassung
  • Anti-G-Schirm Fach
  • Ballastfach
  • Optionales Windshield
  • Inkl. COMFORTPACK 3

Technische Daten

S M L
Pilotengrösse cm 155-172 165-183 178-200
Sitzbrettbreite cm 31 33 35
Gewicht Gurtzeug kg ~6.0 ~6.5 ~7.0

Mentaler Fokus an der Prüfung

Eine Minute für mehr Konzentration

Prüfungssituationen können mit Stress verbunden sein. Für die einen ist dies positiv anregend und versetzt sie in den optimalen Leistungszustand. Für die anderen wirkt sich der Stress eher negativ aus und hindert sie daran, ihre wahre Leistung zu zeigen. Die gute Nachricht aus der Sportpsychologie: Mit einfachen Techniken kann man die Erregung regulieren. Aber es erfordert ein wenig Training vorher. Wir regulieren die Anspannung nicht mit «noch» mehr Denken, sondern setzen ganz konkret bei der Atmung und der Lenkung der Aufmerksamkeit an. Damit haben wir schon 2 von 4 mentalen Einflussbereichen abgedeckt (die andern beiden wären Selbstgespräch und Visualisierung). Sowohl die Atmung wie auch die Lenkung der Aufmerksamkeit finden in der Gegenwart statt. Dies ist der Ort, an dem wir am meisten Einfluss auf das Resultat der Prüfung ausüben können.

Ich möchte dir hier eine kleine Übung mit auf dem Weg geben. Du kannst sie problemlos in der Luft machen, wenn du Richtung Position für die Manöver oder Richtung Abbauraum fliegst. Sie dauert knapp eine Minute.

Ich wünsche dir ganz viel Erfolg an deiner Prüfung! Der Wetterbericht für Freitag, 31.1. sieht brauchbar aus.

Die Übung

  • Atme etwas tiefer ein als sonst und halte den Atem für 1 Sekunde. Atme laaaaaangsam aus und halte danach für 1 Sekunde, bevor du wieder einatmest. Wenn du magst, kannst du durch den Mund ausatmen, die Lippen leicht zusammenpressen und dabei ein Geräusch machen. Wie ein Ballon, der langsam die Luft verliert. Pfffffffffffffffff…
  • Wiederhole die Atemübung für 3-5 Atemzüge. Atme in einem Tempo, das angenehm für dich ist. Wichtig ist, dass das Ausatmen länger als das Einatmen dauert.
  • Fixiere mit deinem Blick nacheinander 5 Objekte in der Umgebung (z.B ein Haus, ein Schiff auf dem See, ein Baum, eine Wolke, der Gipfel eines Berges, das Ohr deines Schirmes, die Spitzen deiner Füsse, …).
  • Schliesse deine Augen und spüre den Wind im Gesicht.
  • Lächle für ein paar Sekunden 😀
  • Öffne deine Augen und konzentriere dich auf deine nächste Aufgabe der Prüfung.

Tipps

  • Übe bereits am Vorabend und auch auf dem Weg zur Prüfung.
  • Die Übung funktioniert auch im Bus nach oben oder beim Warten am Startplatz. Das Pffffffffffff beim Ausatmen kann man auch weglassen, wenn andere in der Nähe sind.
  • Du kannst die Bausteine auch einzeln oder in anderer Reihenfolge anwenden.
  • Die Übung funktioniert auch im Alltag
  • Du kannst ein kleines Objekt als Erinnerung ans Gurtezeug befestigen, damit du dich im Flug an die Übung erinnerst.

Technische Infos

Ziele:
Kleine mentale Erfrischung. Ein Schritt Richtung Entspannung. Ausrichtung der Aufmerksamkeit auf das Hier & Jetzt.

Mentale Techniken:
Entspannungsatmung, Lenkung der Aufmerksamkeit, Embodiment

Dauer:
ca. 1 Minute oder weniger pro Durchgang


Entspannen und Einschlafen am Vorabend

Kennst du Autogenes Training? Seit rund 100 Jahren DIE Entspannungsübung im Westen. Wenn du magst, kannst du dich für 28 Minuten durch folgende Übung führen lassen:
Speziell zum Einschlafen: Autogenes Training >

Hinlegen, Zudecken, Kopfhörer aufsetzen, Autoplay im Youtube ausschalten, Starten, …wohlig warm und schwer Versinken…


Bänz Erb, Januar 2020

Ich absolviere zur Zeit ein CAS «Psychologisches & Mentales Training im Sport» IAP ZHAW.  Ab Sommer 2020 sind bei Chill Out Weiterbildungsangebote zu mentaler Stärke geplant – für alle Pilot/innen, vom Flugschüler über den Genusspiloten bis hin zum leistungsorientierten Piloten. Bis dahin schreibe ich an dieser Stelle in unregelmässigen Abständen Beiträge zu mentaler Stärke im Gleitschirmfliegen und werde mit einigen ausgewählten Pilot/innen und Sportler/innen meine ersten Erfahrungen sammeln.

Feedbacks, Fragen und Erfahrungen sind immer willkommen: bendicht@chilloutparagliding.com

 

 


 

Wo fliegt’s? XC-Tipps von Profis per WhatsApp

SHV XC-Liga

Die nächste XC-Saison kommt bestimmt. Profitiere von Meteo- und Fluggebiets-Tipps der Profis.

Was

In der WhatsApp Gruppe der XC-Liga vom SHV geben Profis wie Michael Sigel und Chrigel Maurer Tipps, wann wo die besten XC-Bedingungen sind. Natürlich nur in der XC-Saison. Am Richtigen Tag am Richtigen Ort zu sein macht Streckenfliegen viel einfacher, bringt dich weiter und macht mehr Freude. Da sind 80.- Franken im Jahr gut investiert.

Wie’s funktioniert

  • Registriere dich bei der Swiss League
  • Melde dich für die  XC League Guest an.
  • Du bist automatisch im Foundation Kader (früher C-Kader) und in der XC-Liga. Keine Sportlizenz nötig.
  • Michi Sigel fügt dich der WhatsApp Gruppe “XC League” hinzu
  • Bezahle 80.- pro Jahr. Rechnung kommt irgendwann während der Saison

Verhalten im Chat

Wir kennen alle die mühsamen Plauder Gruppen in WhatsApp. Überlege dir gut ob alle mitlesen müssen, bevor du etwas in der Gruppe schreibst. Es interessiert nicht die ganze XC-Welt, wenn du deine Handschuhe verloren hast, oder den Wetterbericht nicht versteht. Besser direkt jemanden anschreiben.

Wir wünschen dir eine erfolgreiche XC Saison!

 

PS: Dieser Beitrag ist von Michi Sigel, Leiter der XC-Liga, abgesegnet

Ski & Fly Locations

Chill Out Tipp

Start- und Landeplätze unmittelbar bei den Bergbahn-Stationen für viele Runs pro Tag mit offenem und übersichtlichem Gelände, um sich im Touch & Go, Hanglanden und Kiten zu üben. Das bieten unsere zwei Chill Out Ski & Fly favorite Locations. Geht übrigens auch mit dem Snowboard.

LAUCHERNALP IM LÖTSCHENTAL

Der 3er-Sessellift ist ideal für Ski & Fly. Den ganzen Tag weder Ski noch Gurtzeug ausziehen und 600m Höhendifferenz pro Flug. Unterhalb der Station Gandegg ist ein Startplatz planiert. Und oberhalb der Pfiri-Bar ist genügend Platz zum landen, den Schirm in den Schnellpacksack stopfen und mit dem Gurtzeug am Rücken wieder zum Sessellift zu fahren.

Auf dem Hockenhorn auf 3100m kann man ebenfalls starten, direkt unterhalb der Bergstation westlich der Gondelbahn. Unbedingt den Wind auf der Krete checken, um nicht in den Rotor zu starten. Die Landeplätze im Tal in der Nähe der Gondelbahn-Talstation sind anspruchsvoll. Weniger geübte landen auf der anderen Talseite nehmen die Brücke in Kippel. Dafür locken 1700m Höhendifferenz!

Geheimtipp: Vom Hockenhorn ist auch ein Gleitflug nach Gampel möglich. Oder zum Bahnhof Kandersteg. Siehe Beitrag Winter-Gleitflüge.

Metschstand / Lenk

Zwar muss man für die Gondelbahn die Ski ausziehen, dafür lockt die Location mit einem einfacher Start- und Landeplatz sowie 1000m Höhendifferenz. Der Startplatz unterhalb der Restaurant Terrasse sorgt für Zuschauer. Das Gelände ist perfekt für erste Touch & Go. Und du triffst dort oft die ADVANCE Testpiloten-Crew mit ihren neusten Protos.

Bei Westwind können geübte Pilotinnen und Piloten am Laveygrat kiten und soaren.

Beachte die Wildruhezone und den Luftraum vom Flugplatz St. Stephan.

Ski & Fly Kurse

Willst du alle Tipps und Tricks zum Ski & Fly lernen? Schau dir unsere Ski & Fly Weiterbildungen an.

Mein schönster Flug

Eine Visualisierung für mentale Stärke

Gleitschirmfliegen ist zu geschätzten 95% Kopfsache.

Es spielt eine zentrale Rolle, auf was ich beim Fliegen meine Aufmerksamkeit lenke, wie ich atme, welche Selbstgespräche ich führe und welche inneren Bilder ich entstehen lasse. Es ist ebenso entscheidend, welche Ziele ich mir setze, wenn ich etwas erreichen oder verändern will. An schlechteren Tagen geht es darum, Verantwortung für meine geistigen Prozesse zu übernehmen.

Selbstsichere und glückliche Pilot/innen machen dies oft schon unbewusst alles richtig und erleben jede Menge Flow (1). Mentales Training erübrigt sich. Gratulation. Geniesst es!

Vielleicht kommt irgendwann ein Knick in der Karriere und die Ausgangslage ist dann noch früh genug eine andere. Ich wünsche natürlich allen von Herzen, dass ihnen der Knick erspart bleibt! Die «Geknickten» hingegen wissen vielleicht schon, dass die erfolgreiche Überwindung eines Rückschlags sie zu reiferen Piloten macht.

Flow auf Knopfdruck? Nach vielen Gesprächen mit verschiedensten Pilot/innen kann ich sagen, dass die Realität der breiten Masse ein wenig anders aussieht. An gewissen Tagen ist auch bei mir der Wurm drin. Ich beobachte an mir die negative Angewohnheit, mich am Startplatz oder schon auf dem Weg dorthin zu verkrampfen. Ohne dass ich dies bewusst will, rufe ich vor meinem inneren Auge Misserfolge und Unfälle ab. Fliegen ist nun mal etwas anderes als Minigolf zu spielen oder ins Kino zu gehen. Manchmal haben andere Piloten am Startplatz nichts Gescheiteres zu tun, als über Unfälle zu «praschallern» und sich so gegenseitig mental herunterzuziehen. Dabei wäre die positive und konzentrierte Stimmung am Startplatz die Grundlage, um mit gutem Gefühl in die Luft zu gehen und den Flug schon von der ersten Sekunde an geniessen zu können.

Mit folgender Übung baue ich mentale Stärke auf und kann meinen Zustand vor dem Start positiv beeinflussen.

Die Übung

  • Suche dir einen gemütlichen und ungestörten Ort.
  • Setze oder lege dich bequem hin.
  • Entspanne dich. Lasse die Muskulatur im Gesicht hängen. Lasse die Schultern hängen. Entspanne den Bauch.
  • Schliesse die Augen.
  • Vertiefe deinen Atem für ein paar Züge. Mache zwischen dem Aus- und Einatmen jeweils eine kurze Pause (1 Sekunde). Die Ausatmung ist länger als die Einatmung.
  • Lass deinen Atem danach natürlich und frei fliessen, ohne ihn weiter zu beachten.
  • Erinnere dich an deine schönsten / besten / glücklichsten Flüge. Wann fühltest du dich glücklich, sicher und voller Selbstvertrauen? Egal, wie lang oder wie hoch der Flug war. Es zählt einzig das positive Gefühl. Lasse dir Zeit, bis die zugehörigen Bilder vor deinem inneren Auge auftauchen.
  • Wähle einen Flug aus
  • Versetze dich mental zurück in dein Gurtzeug und stelle dir den Flug so realistisch wie möglich vor. Schau dich in alle Richtungen um in deinen Erinnerungen.
  • Erlebe den Flug mit allen Sinnen: z.B. den Wind im Gesicht, die Feuchte der Wolkenbasis, das Schaukeln des Gurtzeuges, die Bewegungen des Schirmes in der Luft, vielleicht die kalten Finger oder die Sonne im Gesicht, die Düfte der Thermik, die Geräusche des Windes und des Varios, …
  • Wechsle nun in die Aussenperspektive: Stelle dir den Flug aus der Sicht eines Piloten vor, der hinter / neben / vor  dir fliegt.
  • Geniesse das Gefühl. Sauge es auf.
  • Gib diesem inneren Bild einen Code-Namen. z.B. «Schwarzhorn»
  • Verbinde dieses innere Bild deines schönsten Fluges nun mit einer Handlung deiner Startvorbereitungen: z.B. Rucksack abstellen, Helm anziehen, Schirm auslegen, … oder schon mit dem Moment, wenn du den Startplatz zum ersten mal siehst.
  • Ausleitung der Visualisierung: Vertiefe deine Atmung für ein paar Züge, balle deine Fäuste, spanne die Armmuskulatur an, ziehe die Arme an die Brust und lasse die Spannung los, öffne die Augen. Du kannst auch direkt ausleiten, indem du einfach die Augen öffnest.
    –––
  • Jedes Mal, wenn du nun diese eine Handlung am Startplatz tätigst, kannst du mit deiner inneren Stimme den Code-Namen aussprechen, die Augen kurz schliessen und das Bild deines schönsten Fluges abrufen. Je bunter und detaillierter das Bild ist, desto besser. Alle Sinne ansprechen.
  • Du kannst den Code-Namen und das innere Bild auch in der Luft aufrufen und dich damit mental neu ausrichten, falls du eine Erfrischung benötigst.

Tipps

  • Erwarte keine Wunder. Wirkung ist nur bei regelmässiger und konzentrierter Übung zu erwarten. Deshalb heisst es auch «mentales Training» und nicht «Alice-im-Wunderland-Getränk». Wir arbeiten hier an negativen Gewohnheiten, die wir uns womöglich lange unbewusst antrainiert haben.
  • Visualisiere deinen schönsten Flug immer wieder in Momenten der Entspannung (vor dem Einschlafen, in der Siesta, in der Sauna, auf der Couch, im Zug, beim Para-Waiting, an langweiligen Meetings, ev. sogar im Chill Out Bus nach oben …)
  • Ein Mensch deines Vertrauens kann dich auch durch die Übung führen.
  • Vielleicht möchtest du ein kleines Objekt an deine Ausrüstung hängen, das an deinen schönsten Flug erinnert (Schlüsselanhänger, mini Tierchen, kleines Bild, Gegenstand aus der Natur, kleiner Chill Out Kleber… )
  • Wenn die Übung nicht funktioniert, so kannst du sie auch etwas verändern, bis sie für dich passt.

(1) Flow (Psychologie), (englisch «Fließen, Rinnen, Strömen») bezeichnet das als beglückend erlebte Gefühl eines mentalen Zustandes völliger Vertiefung (Konzentration) und restlosen Aufgehens in einer Tätigkeit («Absorption»), die wie von selbst vor sich geht. Artikel Wikipedia >


Technische Infos

Ziel: Optimalen Leistungszustand mit allen Sinnen visualisieren und an die Startvorbereitung ankern.

Mentale Techniken: Entspannungsatmung, Visualisierung, Anker setzen.

Dauer: ca. 5-10 Minuten pro Durchgang


Bänz Erb, Oktober 2019

Ich absolviere zur Zeit ein CAS «Psychologisches & mentales Training im Sport» IAP ZHAW.  Ab Sommer 2020 sind bei Chill Out Weiterbildungsangebote zu mentaler Stärke geplant – für alle Pilot/innen, vom Flugschüler über den Genusspiloten bis hin zum leistungsorientierten Piloten. Bis dahin schreibe ich an dieser Stelle in unregelmässigen Abständen Beiträge zu mentaler Stärke im Gleitschirmfliegen und werde mit einigen ausgewählten Pilot/innen und Sportler/innen meine ersten Erfahrungen sammeln.

Feedbacks, Fragen und Erfahrungen sind immer willkommen: bendicht@chilloutparagliding.com


 

Meine Gleitschirmprüfung

Ein Erfahrungsbericht von Raphael Eymann

Für alle die sich langsam auf die Gleitschirmprüfung vorbereiten ist es sicher interessant zu hören wie es abläuft und wie es sich für mich angefühlt hat. Zuerst gleich einmal im Voraus:

Für mich war es etwas ungewohntes auf eine Prüfung hin nervös zu sein. Ich konnte die meisten Prüfungen mit einer gewissen Gleichgültigkeit angehen da es mir nie maximal wichtig war. Bei der Gleitschirmprüfung ist das etwas anderes: Ich habe mich entschieden Gleitschirm zu fliegen und ich möchte die Prüfung unbedingt. Ich bin derjenige der Sich seine Freiheit verdienen will, niemand anders.

Der Abend davor

Am Abend vor der Prüfung habe ich als erstes um 20:01 auf die Hotline angerufen um zu hören ob die Prüfung stattfindet. Als klar war dass Sie stattfindet, habe ich mein Material nochmal sortiert so dass ich wirklich nur das dabei hatte was ich auch brauche. Somit Gleitschirm, Helm, Handschuhe, etwas Verpflegung, SHV Ausweis, ID und das Ausbildungskontrollblatt. Alles zusammen habe ich schon zusammengestellt, dass ich am nächsten Tag nicht aus lauter Nervosität etwas liegen lasse.

Die Nacht vor der Prüfung war für mich dann ein einziges wälzen und bangen. Im nachhinein betrachtet zwar verständlich aber auch irgendwie unnötig und kontraproduktiv.

Prüfungsvorgeplänkel

Der Parkplatz im Lehn war ein Sammelpunkt für Nervenbündel. Alle starrten sich misstrauisch an, schliesslich könnten auch einige von den rumlungernden Prüfungsexperten sein. Diese trafen aber ca. 10 min vor dem Termin ein und begannen sofort den Landekreis mit Fähnchen ab zu stecken. Danach gings los mit der Vorbereitung. Alle mussten sich aufreihen, Ausbildungskontrollblatt, Flugbuch, ID und SHV Ausweis bereithalten und sich kontrollieren lassen. Natürlich hatte ich mein Gleitschirm Modell nicht eingetragen und kriegte gleich einen Rüffel vom Experten. Nachdem ich meinen Schirm eingetragen hatte wurde alles verifiziert und das Briefing wurde gestartet. Wir wurden über die Flugmanöver informiert, wo wir diese durchführen sollten und wie die Bewertung ablaufen würde.


Es werden insgesamt 5 Teilbereiche geprüft. Man startet jeden Flug mit 2 Punkten, wenn in einem der Teilbereiche ein Fehler gemacht wird, wird ein Punkt abgezogen. (Ein Fehler in den fünf Teilbereichen ergibt einen Punkt für den Flug. Zwei und mehr Fehler pro Flug ergibt 0 Punkte) Die Prüfung bestanden hat wer in maximal drei Flügen vier oder mehr Punkte erreicht. Die Teilbereiche sind:

1. Startvorbereitung (5 Punktecheck/Luftraumfragen)
2. Start
3. Manöver
4. Landevolte
5. Landung


Danach warteten wir auf den Bus welcher uns ins Luegibrüggli stellen sollte. (10.- pro Fahrt). Beim meinem ersten Flug wartete ich Ewigkeiten auf den Bus und entschied mich beim zweiten Durchgang durch meine Frau schneller zum Luegibrüggli hoch zu kommen, was sich als viel angenehmer herausstellte als dauernd auf den Bus zu warten.

1. Flug

Endlich auf dem Luegibrüggli angekommen wartete ich bis ich an der Reihe war und legte anschliessend meinen Schirm aus. Bis der Experte Zeit hatte wartete ich in der “W”-Stellung vor meinem Schirm. Anschliessend kam der Experte zu mir und nahm meinen 5 Punkte Check ab. Als er zufrieden war mit meinem Check, bekam ich die Startfreigabe. Ich flog raus über den Landeplatz und richtete mich so wie die Experten im Briefing gesagt hatten aus. Ich vollführte mein Manöver (Acht) und begab mich danach zum Abbauraum. Ich baute Höhe ab und landete erfolgreich im Kreis.

2. Flug

Nachdem ich meinen Schirm gepackt hatte (beim zweiten Durchlauf hatte ich meinen Schnellpacksack dabei was das ganze etwas schneller und weniger aufwendig machte). Fuhr ich wieder hoch zum Luegibrüggli. Dieses Mal ging ich direkt zum Experten um mich seinen Luftraumfragen zu stellen. Ich wurde zu einem Gebiet im Jura befragt und musste vom Boden bis zum Luftraum C alle Lufträume und deren Begrenzungen und Abstände aufzählen. Nachdem ich diesen Teil der Prüfung bestanden hatte, legte ich wieder meinen Schirm aus, wartete auf Startfreigabe und hob ab. In der Luft richtete ich mich aus und führte mein Manöver durch (Ohren einklappen und 90° links und 90° rechts) begab mich wieder in den Abbauraum und versuchte meine Landung in den Kreis zu machen. Ich vergab die zweite Landung. Das hat mich zwar sehr genervt aber es ist kein Beinbruch, man hat ja noch einen 3. Flug.

3. Flug

Beim dritten Flug ging es nur noch darum, die gemachten Fehler aus zu merzen. Keine Luftraumfragen mehr, kein 5 Punktecheck mehr vorzeigen (da ich nur die Landungen versaut hatte). Wiederum legte ich meinen Schirm aus und wartete auf die Freigabe durch den Experten. Wiederum richtete ich mich aus, vollführte mein Manöver (wenn man beide Manöver korrekt gemacht hatte musste man nochmal das Manöver des ersten Fluges durchführen) und begab mich zum Abbauraum. Ich baute Höhe ab und Landete im Kreis. Der Experte streckt sofort beide Daumen in die Höhe wenn man das Brevet erreicht hat. Man weiss also wenige Sekunden nach der Landung ob es gereicht hat. Ich bin ich durchgefallen, weil ich beim Start nicht beide Flügelseiten kontrolliert hatte beim Kontrollblick. Das heisst auch wenn man nur die Landungen versaut hat, auch beim dritten Flug müssen alle anderen Elemente sauber gemacht werden.

Fazit

Es gibt diverse Learnings die ich aus meiner Prüfung gemacht habe:

  • Am Wichtigsten: Die Experten sind sehr angenehm und wollen niemanden durchfallen sehen. Sie sind an die Bewertungskriterien gebunden, legen diese aber so gut es geht im sinne des Schülers aus.
  • In der Vorbereitung das Kontrollblatt nochmal genau kontrollieren ob alles mögliche ausgefüllt wurde.
  • Die Landung ist bei weitem das schwierigste Manöver da Böen und andere äussere Einflüsse einfach nicht gesteuert werden können.
  • Beim Start muss man darauf achten, dass es klar ersichtlich ist, dass man den gesamten Flügel kontrolliert hat. (Exzessiver Kontrollblick machen)
  • Vor dem Start zum 2. oder 3. Flug dem Experten kurz sagen wie viele Punkte man bereits hat. Ist man Beispielsweise beim 3. Flug und hat erst 2 Punkte drückt der Experte eher noch ein Auge zu wenn der Start zwar gelingt aber nicht 100% korrekt ist.
  • Am Luegibrüggli sind die Verhältnisse für Rückwärtsstarts aus topografischen Gründen selten gegeben. Trotzdem kann es sein, dass die Experten nach einem Rückwärtsstart verlangen – den Rückwärtsstart also auch bei weniger guten Bedingungen im Griff haben.
  • Der Stress lohnt sich, es gibt kein schöneres Gefühl als dann den ersten Flug alleine zu tätigen! 🙂

Sicherheitstraining – sinnvoll für mich?

Artikel aus dem Swiss Glider

Artikel im Swiss Glider von unserem Fluglehrer Andy Jäggi

Sicherheitstraining pdf

Wie lernt man Streckenfliegen?

Artikel aus dem Swiss Glider

Artikel im Swiss Glider von unserem Fluglehrer Andy Jäggi.

Streckenfliegen pdf

Im Herbst geht’s hoch

Hütten und 4000er überfliegen

Die Tage werden kürzer – und damit die Streckenflüge. Dafür ist im Herbst die Basis meist höher als im Sommer. Hier ein paar Tipps für Flüge über hohe Berge und zu SAC Hütten. Wichtig ist hoch zu starten und immer über der Inversion zu bleiben, also über 2000 bis 2500 Meter.

Über Eiger, Mönch und Jungfrau

Mitte Nachmittag auf dem Schilthorn oder an der Birg starten. Mit maximaler Höhe direkt, oder via Ellstabhorn zur Westflanke der Jungfrau. Zwischen Silberhorn und Rottalhüüte Thermik suchen und schliesslich via Südflanke der Jungfrau aufdrehen. Genug Abstand vom Gelände halten wegen möglicher Gletscherabbrüche. Von der Jungfau ist’s ein gemütlicher Gleitflug via Jungfraujoch und Mönch zur Eigernordwand.

 

Geheimtipp Lötschental

Das Lötschental profitiert von trockener Walliser Luft und somit einer noch höheren Wolkenbasis. Mit ÖV ab Spiez ist die Anreise nicht länger als nach Grindelwald oder Stechelberg. Die Gondelbahn bringt dich auf die Lauchernalp auf 2000m (Betrieb bis 27. Oktober). Entweder 5 min westlich der Bergstation starten, oder zu Fuss einen Startplatz im einfachen Gelände höher oben suchen. Der erste Schlauch steht über der Bergstation der Gondelbahn. An der Südwestflanke vom Breithorn geht’s dann richtig hoch. Ab da ist’s ein kurzer Gleitflug zur Jungfrau oder nach Stechelberg.

 

Zvieri auf der Blüemlisalphütte

Die Allmenalp bietet sich als Ausgangspunkt an (Betrieb Seilbahn bis 20. Oktober). Nach dem Start links an der Felswand aufdrehen bis über die First. Dann ist der schwierige Teil hinter dir. Nach der Querung zur Bire via Dündehore zur Blüemlisalphütte. Direkt neben der Hütte ist ein einfacher Start- und Landeplatz. Zur Toplandung seitlich anfliegen wie beim soaren. Wie immer beim Toplanden ist der Plan A ein sicherer Vorbeiflug. Wenn’s passt, dann landen, aber nichts erzwingen (Stall Gefahr). Zum Wohl!

Videosammlung

Tutorials, Actionclips und Dokus die man kennen muss

Tutorials

Prüfungsmanöver

Playlist vom SHV


DHV Skyperformance Tutorials

Playlist vom deutschen Gleitschirmverband. Siehe insbesondere Video #19 Rückwärts einhängen und #5 Rückwärts aufziehen


How I learned to reverse launch

Super Tutorial zum Rückwärtsstart


Master Strong Wind Launches

Viele gute Tipps gut erklärt


Paragliding XC Secrets

Playlist von Flybubble mit 32 Videos


Paraglider Control

Playlist von Flybubble mit 17 Videos


Manövervideos GlideZeit

Von Rollen über Vrille bis SAT


Théo de Blic Tutorial

Acro Manöver sympathisch erklärt


Master Acro

4h Lernvideos von Pal Takats für 170.-


Action & Doku

Jean Baptiste Chandelier

Playlist seiner besten Videos


Don’t try this at home

Kreative Acro Stunts von Francois Ragolski


Magikistan

13 min Doku eines vol-biv Trips durch Tadschikistan


500 miles to nowhere

7 min Doku vol-biv Trips in den Rocky Mountains


Forgotten Island

30 min Film von Socotra, einer Insel vor Jemen


Something between

49 min Acro Film eines Roadtrips durch Europa

ADVANCE Epsilon 9 Erfahrungen

...check it out !

Seit 2001 beschäftigt sich Chill Out Paragliding mit dem Vermitteln von Thermik-Know How !

Dabei ist uns Folgendes aufgefallen:
Ein Schirm der möglichst direkt, präzise und leichtgängig in die Kurve geht, erleichtert dem Thermik-Novizen massgeblich das Zentrieren und das Nachzentrieren von anspruchsvollen Thermik-Schläuchen. Dabei ist entscheidend, dass die Kappe nach ungewollten Reaktionen immer sofort wieder selbständig zurück in den Normalflug übergeht.

Der neuste ADVANCE Epsilon setzt nach unseren Erfahrungen in Punkto Agilität und passiver Sicherheit klar neue Maßstäbe. Davon haben sich auch die Teilnehmer vom Epsilon 9 Know How Camp überzeugt.

Überzeuge dich selbst und komm bei uns für einen Epsilon9 Testflug vorbei: Du bist jederzeit herzlich willkommen – gerne geben wir dir unsere Epsilon9 Erfahrungen persönlich weiter!

ADVANCE Epsilon 9

Flybubble Review

Sonderangebote

Profitiere jetzt !

 

Ständig ersetzen wir unsere Chill Out Demo-Schirme – Profitiere jetzt und reserviere dir deinen Wunsch-Flügel direkt unter info@chilloutparagliding.com. Die Schirme sind in sehr gutem bis neuwertigem Zustand:

  • ADVANCE Iota2 25:
    Gewichtsbereich 80-100kg; EN B; Farbe blue; Zustand: sehr gut (ca. 15 Flüge)
    PREIS: CHF 2’890.- (UVP 4’850.-)

 

  • ADVANCE Iota2 29:
    Gewichtsbereich 105-128kg; Farbe Spectra; Neuwertig (3 Flüge)
    PREIS: CHF 2’940.- (UVP 4’850.-)

 

  • ADVANCE Sigma10: Performance Benchmark im EN C Segment
    Grösse 27; Gewichtsbereich 92-114 kg; Farbe red; Zustand: sehr gut (ca. 20Flüge)
    PREIS: CHF 3’290.- (UVP 5’160.-)

 

 

 

 

 

Produkte News von ADVANCE

Omega X-Alps 3, Easiness 3, Epsilon 9

Omega Xalps 3

Light-Racer neu als Zweileiner

Ursprünglich speziell für die Athleten des X-Alps entwickelt, erfreut sich die Omega X-Alps-Reihe auch unter ambitionierten Streckenflug- und Vol-Biv-Piloten grosser Beliebtheit. Der Omega Xalps erscheint erstmals als Zweileiner und wird seine Bewährungsprobe am diesjährigen X-Alps haben. Die Grössen 22 und 23 werden noch vor Juli ausgeliefert, die Grösse 24 folgt etwas später.


Easiness 3 – Hike & Fly & More

Universeller Leicht-Wendegurt

Das neue Easiness 3 wird noch alltagstauglicher. Verlängerte Legbads und ein ergonomisch geformte Sitzschale erhöhen den Flug-Komfort markant. Der vollständig integrierte, abnehmbare Airbag mit eingebautem Notschirmfach sort für eine Perfekte Silhouette. Weitere Details wie neue Versteller, zusätzliche Taschen und ein grösseres Rucksackvolumen runden das sitzbrettlose Leichtwendegurtzeug perfekt ab. Dies und sein leichtes Gewicht ab 1.75kg ermöglichen den grossen Anwendungsbereich vom Hike und Fly übers Reisen bis hin zum Hausbergfliegen. Ab dem 14.6. in allen 3 Grössen in der Chill Out Basis zum Probesitzen verfügbar.

Mehr Informationen hier: ADVANCE Easiness 3


Epsilon 9 – Bewährt sich zu 100%

Der neue EN B Schirm von ADVANCE, welcher seit diesem Frühling bei den ersten Piloten im Einsatz ist, kommt äusserst gut an. Auch Chill Out Fluglehrer Beni Kälin, welcher letztes Jahr mit seinem Omega Xalps 2 auf Strecke war ist begeistert: “In der Geschichte von ADVANCE sicher der beste Epsilon, welcher ich je geflogen bin. Unglaublich direktes und spielerisches Handling mit super Leistung. Dieses Jahr werde ich mit dem Epsilon Streckenfliegen gehen!”

Der Epsilon 9 kann bei uns in allen Grössen getestet werden, melde dich bei uns und vereinbare einen Termin.

 

 

Fluggebiet Interlaken

Startplätze, Windrichtung, Saison, Rotoren...

Wo kann ich im Herbst bei Ostwind starten? Verschaff dir mit unserer Fluggebietskarte einen Überblick über die beliebtesten Fluggebiete in der Region Interlaken mit Talwind, Leerotoren und Heliports. Finde Startplätze mit optimaler Windrichtung, Tageszeit und Jahreszeit.

Bild anklicken zum vergrössern

 

Basis Eröffnung

22. März ab 18:00 Uhr

Einweihungsparty der neuen Chill Out Basis

Seit einigen Wochen sind wir nun schon in unserer neuen Basis anzutreffen.
Nun würden wir unsere neue Lokalität gerne mit euch zusammen ganz offiziell einweihen. Ihr seit also herzlich eingeladen an unserer kleinen Einweihungsparty vorbei zu kommen. Es wird einen Zapfhanen und etwas zu Essen geben. Das ganze Chill Out Team ist für dich da.

Wann: Freitag, 22. März 2019 ab 18:00 Uhr
Wo: Rugenparkstrasse 9, 3800 Interlaken

Wir freuen uns auf euch!

Omega XALPS 3

2-Leiner von Advance

Advance hat den neuen Omega XALPS 3 zertifiziert und angekündigt. Der 2-Leiner in der D-Klasse wird beim X-Alps Rennen im Einsatz sein und Mitte Jahr auf den Markt kommen. Wir freuen uns drauf!

Ankündigung von Advance auf Facebook
Testbericht EN/LTF Zulassung

Hike&Fly Tourentipp Frühling

Bitschi 1960m – Bänz'es Tipp für Fortgeschrittene und Thermikfreunde

«Every short trip will teach you things, foundation skills you can’t learn in any article. A volbiv succeeds mostly on your ability to solve problems in the field. You have to be exposed to learn them.» (Greg Hamerton)

«Hike&Fly lernt man, indem man es tut», schreibt Greg Hamerton in einem lesenswerten Artikel > übers Biwakfliegen. Nur einen Bruchteil dieser Kunst kann man in der Theorie erlernen. Das echte Lernen geschieht unterwegs und basiert auf der Bereitschaft, immer wieder neue Touren auszuprobieren. Die Lernzone befindet sich dort, wo man neue Herausforderungen findet, die man mit seinen Fähigkeiten meistern kann. Stolz und Freude sollen die Landung begleiten.

Selbstverständlich erleichtert ein Theorieabend gefolgt von einer geführten Know-How Tour den Einstieg. Interessierte Flugschüler und Piloten finden im Hike&Fly Know-How > eine umfassende Quelle für den Einstieg oder die Weiterbildung.

Von der Frühlingsthermik lernen

Viele geniessen Hike&Fly-Touren an ruhigen Herbsttagen. Ich persönlich finde an den Frühlingstouren mehr Gefallen, weil sie mich auf allen Ebenen fordern: Die Thermik erwacht, ich muss mich mit den bodennahen Windsystemen befassen und kann die Tour vielleicht mit einem Streckenflug krönen. Im Idealfalle dauert der Flug sogar länger als der Aufstieg.

Bitschi 1960m – kleine Perle hoch über dem Brienzersee

Fast die gesamten südlichen Hänge des Brienzer Grates bieten an Wochenenden und ausserhalb der Wildschutzzone prima Gelände für vielseitige Frühlingstouren. Es sind aber Spielregeln zu beachten; von K wie Kabel, über L wie Luftraum bis W wie Wildschutz! Nicht zuletzt deshalb ist diese Tour auch ein prima Training der Flugvorbereitung und der Orientierung im Gelände. Mehr dazu unten bei den Facts.

Übersicht in map.geo.admin.ch >

Facts & Rules:

  • Niveau: Mittel (Piloten mit aktivem Flugstil, Orientierungssinn während des Fluges und der Bereitschaft zur Landung an inoffiziellen Landemöglichkeiten).
  • Aufstieg: beginnt in Oberried am Brienzersee und umfasst 1100hm (2-3h). T3 (Wenn trocken und schneefrei = Turnschuhgelände). Der Ausgangsort ist prima mit dem Zug erreichbar.
  • Lawinengefahr: Falls der Winter nochmals zuschlägt, ist bei kritischer Neuschneemenge oder viel Altschnee im Hang oberhalb des Startplatzes die Lawinengefahr zu beachten. Die letzten 300m des Aufstieges sind lawinengefährdet. Meistens ist der gesamte Südhang in März bereits schneefrei.
  • Startrichtungen: W – S – O
  • Ideale Wetterlagen: Schwachwindig aus den Sektoren W – S – O
  • Ungünstige Wetterlagen: Mässige Höhenwinde aus dem Sektor N oder Südföhn (Das Fluggebiet liegt nahe an der Föhnachse Grimsel–Brünig-Pilatus). Je stärker der Grat von Norden überspült wird, desto anspruchsvoller bis x-alpiger wird die Lee-Thermik.
  • Alternative Startplätze am Grat: In der Karte sind 2 weitere Möglichkeiten im Umkreis von 3-7 km markiert («Rotschalp» bei Brienz: Einfach, «Graagetor unten» bei Ringgenberg: Schwierig). Es handelt sich durchwegs um inoffizielle, echte Hike&Fly Startplätze. Erwartet weder Golfrasen, noch Windsack und Infotafel. Weckt eure Sinne! Dafür quatscht euch niemand aufs Ohr und es drängen keine Tandempiloten $$$.
  • Wasser: Am Startplatz sprudelt – sofern aufgetaut – ein Brunnen
  • Schutzhütte: Südlich des Startplatzes sowie am Aufstiegsweg gibt es Schutzhütten.
  • Biwak: Sofern der Boden trocken ist, böte der Startplatz ebene Flecken für eine sternenklare Nacht im Schlafsack (Komfortbereich bis 0° oder Löffel-Genosse/in empfohlen).
  • Luftraum: Das Fluggebiet befindet sich in der CTR des Flugplatzes Meiringen, HX Status, die meistens unter der Woche aktiv ist (Unwissenheit schützt vor Abschuss durch FA18 nicht). Infoband: 0800 496 347. Segelflugkarte > 
  • Kabel: Vorsicht im Bereich Ringgenberg Graagetor und Gummenalp bei Brienz, da lauern ein paar fiese Fallen für den sorglosen Hangkratzer. Kabelkarte >
  • Wildschutz: Der Startplatz grenzt an das Wildschutzgebiet Tannhorn, in dem Start und Landungen von Hängegleitern per Gesetz verboten sind. Im Frühling gibt es zudem folgende Vereinbarung > die in den Monaten April bis Juni den Überflug aufs Wochenende beschränkt. Der Abschuss von Steinwild zwecks Imbiss ist auch vom Hängegleiter aus nicht gestattet.
  • Landemöglichkeiten in Oberried: In der Karte oben sind inoffizielle Landemöglichkeiten markiert. Vorgängig besichtigen und NUR auf gemähten Wiesen landen, auf denen auch KEIN Vieh steht! (Sonst trifft euch der Blitz in den A****)
  • Landemöglichkeiten mit 2x Aufdrehen in der Thermik: Interlaken Höhenmatte (GZ 11) oder Hofstetten bei Brienz (GZ 7.5). Bei Talwind kann man sich mit Rückenwind wie ein Ballon nach Brienz blasen lassen und an den Prallhängen aufsoaren, oder die anspruchsvollere Aufgabe gegen den Wind versuchen. Bei Bise hingegen führt der Ballonflug nach Interlaken und vielleicht findest du unterwegs die Bise-Talwind-Konvergenz? Eigene Gleitzahlen in ruhiger Luft ermittteln mit parange.ch >
  • XC: Sowohl Richtung NO (Meringen-Engelberg) wie auch Richtung SW (Niederhorn-Thun) gibt es einige Kilometer zu fressen und kleinere Talquerungen zu knacken. Wer am Nachmittag den Brünigpass zu tief überfliegt, wird zum Futter der Brünig-Schlange (En Gööte!). Richtung Pilatus eignet sich eher für Luftraum-Techniker, denn es wird sehr schnell ziemlich eng.
  • Webcams: Brienzer Rothorn Roundshot >, Axalp>

Viel Spass und schickt mir Fotos von eurer Tour!

Bänz Erb | Hike&Fly Know-How

bendicht@chilloutparagliding.com

Wo früh starten und weit fliegen ?

Bewährte XC und Thermikflug Startplätze im Berner Oberland

Winter Thermik Hot Spots sind ab Spätfrühling in der Regel (zu) früh Wind-überspült

Die bekannten Berner Oberländer Winter Thermik-Hot Spots wie:

  • Mürren/Schiltgrat
  • Adelboden/Tschenten (offen bis 24.3.2019)
  • Lenk/Hahnenmoos (offen bis 7.4.2019)
  • Kandersteg/Oeschinen (offen bis 17.3.2019)

sind durch die aufkommenden Talwindsysteme immer mehr überspült und deshalb ab dem Spät-Frühling oft nicht mehr optimale Streckenflug-Einstiege: Die thermisch aktive Zeit, wo man an diesen Startplätzen sicher überhöhen kann und der Talwind die aufsteigende Warmluft nicht komplett zerreisst ist in der Regel (zu) kurz.

Talwind-freie Frühlings-/ Sommer-Startplätze

Starplätze oberhalb und/oder geschützt von den Talwindsystemen liegend, sind ab ende März in der Regel die sichersten Thermik-Einstiege: Die nutzbaren Aufwinde können sich bei labiler Luftschichtung an klaren Abrisskanten über möglichst dunklem Untergrund dort störungsfrei ablösen.

  • Grindelwald First: durchgehend Offen !
  • Glacier des Diablerets: durchgehend Offen !
  • Interlaken Amisbühl: durchgehend mit Postauto erreichbar
  • vorderer Gurnigel: durchgehend mit Postauto erreichbar
  • Schilthorn: Revision 23.-26.4.2019 sonst durchgehend Offen
  • Stockhorn: Offen ab 19.April 2019
  • Niederhorn:  Offen ab 21.April 2019
  • Niesen: Offen ab 10.Mai 2019
  • Meiringen/Planplatten: Offen ab 15.6.2019
  • Wispile: ab 4.5.-26.5 Wochenendbetrieb; ab 15.6.durchgehend Offen
  • Schynige Platte (After-Work Fluggebiet): Offen ab 30.Mai 2019
  • Lenk / Bettelberg: Offen ab 8.6.2019

Bergbahn-Betriebsdaten ohne Gewähr

Erster Eindruck Dudek Run and Fly 16

Test Dudek Run and Fly 16

Beni hat den leichtesten Gleitschirm der Welt testgeflogen und mit dem Ozone XXLite 2 16 verglichen. Hier sein erster Eindruck nach vier Flügen in eher ruhiger Luft.

 

Auslegen

Beim Leinen sortieren fällt direkt auf, der Run and Fly hat im Vergleich zum XXlite 2 deutlich weniger Leinen. Der Wechsel von Stamm- zu Galerieleinen ist verstärkt, dort bleiben leider gerne Leinen hängen. Die Tragegurte sind auch aus Dyneema Strängen gemacht, genau wie beim XXlite 2 und entsprechend fordernd im Handling. Eine verdrehte Bremse nach dem Start kann nur mit viel Aufmerksamkeit verhindert werden.

Beim Run and Fly zieht man nach 30 cm anbremsen über eine Umlenkung die D-Leinen runter. Diese Umlenkung macht den Traggurt nicht grade übersichtlicher. Das gute an den Single Skins ist, dass man sie beim kleinsten Aufwind aufziehen und kontrollieren kann.

 

Start

Der Run and Fly kommt wie alle Single Skin super schnell hoch. Mit nur wenig anbremsen kann man das Vorschiessen locker verhindern.  Mit dem XXlite 2 ist man dann nach 2-3 Schritten spätestens in der Luft, wenn nicht schon vorher. Der Run and Fly braucht gefühlt 2-3 schnelle Schritte mehr zum abheben. Eventuell heisst der Schirm deshalb Run and Fly …

Obwohl sich am Single Skin eigentlich nichts füllen muss, flattern beim Start mit dem Run and Fly erst mal leicht die Ohren, bis sich der Fronttube vollständig gefüllt hat. Erst beim Abheben ist der Schirm dann ganz geöffnet. Tendenz zum Aushebeln hat der Run and Fly weniger als der XXLite 2. Im Starkwind also sicher einfacher.

 

Flug

Das Spezielle gleiche vorneweg: Das beste Gleiten hat der Run and Fly nicht mit Hände hoch, sondern mit dem Gewicht der Armen in den Bremsen hängend, also ca. 30% Bremse. Der Unterschied ist geschätzt etwa eine Gleitzahl. Genau ausgeflogen werden konnte das jedoch nicht.  Mit 0% Bremse fliegt man also schon beschleunigt. Der Run and Fly hat deshalb auch keinen Fussbeschleuniger. Der Unterschied von “beschleunigt” auf unbeschleunigt liegt bei etwa 5 km/h, also besser als beim XXLite 2. Die Geschwindigkeit im besten Gleiten ist ca. 2km/h schneller als beim XXlite 2. Der XXlite 2 hat durch die deutliche höhere Streckung auch eine etwas bessere Gleitzahl. Mit ganz offenen Bremsen, also voller Geschwindigkeit steht die Kappe des Run and Fly nicht so schön glatt und gespannt dar. Es mag daran liegen, dass die gesamte Konstruktion auf extrem leicht ausgelegt wurde.

In alle Richtungen sind leichte Falten zu sehen und die Kappe vibriert. Unbeschleunigt, also genug anbremst, wird die Kappe einigermassen gespannt und die Vibrationen lassen deutlich nach.

In leichten Turbulenzen vermittelt mir der Run and Fly nach 4 Flügen noch kein grosses Vertrauen, man muss sich da erst mal dran gewöhnen. Ich frage mich wie sich das in starken Turbulenzen anfühlen wird. Der XXLite 2 fühlte sich bei den leichten Turbulenzen erstmal stabiler an. Turbulenzen am Single Skin sind aber so oder so kein Genuss … was sich sonst nur als Rütteln anfühlt, fühlt sich am Single Skin immer gleich als turbulent an.

Die Bremswege sind eher kurz, aber in einem grünen Bereich. Durch die Umlenkung auf die D-Ebene nimmt der Bremsdruck markant zu. Wann genau die Strömung abreisst, spürt man nicht so genau. Das Abreissverhalten vom XXLite 2 gleicht da eher einem normalen Schirm. Er wird massiv härter vor dem Abreissen und reisst zuerst aussen an den Flügelenden ab. Auch die Bremswege sind spürbar länger.

 

Provozierte Klapper

Ich habe wegen dicken Fausthandschuhen nur ansatzweise Klapper probiert. Das Manöver wurde mit offenen Bremsen, also „voll beschleunigt“ geflogen. Zieht man die A-Leinen einseitig vorsichtig 5cm runter, klappt gleich die ganze Seite dynamisch weg. Ich kann nicht sagen, das ich mich dabei wohl gefühlt habe.

Beim vorsichtigen Ziehen vom ersten Frontklapper hat der Schirm blitzschnell ein Hufeisen gemacht. Auf weitere Frontklapper habe ich dann verzichtet. 🙂

Laut dem Herstellervideo soll der Run and Fly gutmütig und sicher sein. Das kann ich nach meinen vier Flügen zu wenig beurteilen. Ich muß mich wohl noch an diese neue Konstruktion gewöhnen, denn pudelwohl habe ich mich bei meinen ersten Testversuchen nicht gefühlt.

Hier gehts zum Extremflug Video: (von Dudek)

https://www.youtube.com/watch?v=F_oOnYGGS2Q

 

Landen

Das Ausflairen klappt erstaunlich gut. Kommt man mit etwas Überfahrt aus einem Pendel darf man die Bremsen nicht zu schnell durchziehen, sonst katapultiert einen der Schirm wieder nach oben. Erstaunlich was der Run and Fly an Auftrieb generiert beim Durchbremsen. Hier schlägt er wohl jeden anderen Single Skin auf dem Markt. Ob das mit dem Flaschenzug auf die D-Ebene zusammenhängt? Vermutlich. Das Flairen ist wirklich erstaunlich gut, wenn auch noch nicht ganz wie bei einem normalen Gleitschirm.

 

Packen und Packvolumen

Der Run and Fly hat nur ganz kurze Stäbchen in der Nase. Er wird schon aufgerollt wie ein Schlafsack ausgeliefert. Ich denke man braucht sich also beim Packen keine Mühe zu geben wegen den kurzen Stäbchen. Das Packvolumen ist geschätzte 30% geringer als beim XXLite 2. Den XXLite 2 muss man aber wegen den längeren Stäbchen in der Nase etwas klein „prügeln“.

 

Mein Fazit

Single Skin bleibt Single Skin. Beim Erstflug fühlt man sich noch nicht so wohl. Man muß erst Vertrauen zu diesen extrem leichten Schirmen aufbauen. Je nach Schirm und eigenem Können, geht das mal schnell oder weniger schnell. Der XXLite2 ist eher eine Gleitschirmkonstruktion mit deutlich mehr Streckung und daher nur bedingt mit den Run and Fly zu vergleichen. Vielleicht vermittelt er mir dadurch mehr Sicherheit in der Luft. Als revolutionär sticht aber beim Run and Fly sicher das Gewicht, das Packvolumen und auch das Flairen beim Landen heraus.

Die eierlegende Wollmichsau ist aber auch der Run and Fly von Dudek Paragliders nicht. In Sachen Startstrecke und geschätzter Gleitzahl nimmt man sicherlich leichte Abstriche in Kauf.

Ich würde den Run and Fly absoluten Gewichtsfetischisten und auch erfahrenen Piloten empfehlen zum:

  • Run and Fly
  • Bergsteiger und Skitourengänger welche eh schon viel Material dabeihaben
  • Als Blickfang am Startplatz

Alles in allem haben mir die Testflüge Spaß gemacht. Ich freue mich schon auf unseren ersten Demoschirm, mit dem ich sehr gerne weitere Flüge machen werde.

Wer einen Run and Fly bestellen möchte kann das in Grössen 14, 16, 18 und 20 qm. Wir beraten dich gerne die richtige Grösse zu finden. Tipp: Wie alle Single Skins muss man auch den Run and Fly mit hoher Flächenbelastung fliegen.
VK:

14: CHF 2200.-
16: CHF 2200.-
18: CHF 2400.-
20: CHF 2500.-

Weiter Infos findet man hier: http://dudek-paragliders.de/runfly-beschreibung

WINTER-GLEITFLÜGE

Chill Out Tipp

Winter muss für Gleitschirmflieger nicht langweilig sein! Auch Gleitflüge haben ihre schöne Seiten. Ich persönlich kann spezielle, nicht alltägliche Gleitflüge oft mehr geniessen als Streckenflüge. Auf Gleitflügen hat man Zeit zum schauen und die Seele Baumeln lassen. Mir gefällt das gut. Ich habe hier etwas speziellere, zum teil auch anspruchsvollere Gleitflüge beschrieben, damit es euch auch im Winter ohne Thermik nicht langweilig wird.

Einige der Gleitflüge sind extrem knapp mit der Gleitzahl. Wenn es knapp wird ist wichtig, dass du dich früh genug für einen Notlandeplatz umschaust. Wenn du nicht sicher bist ob es zum geplanten Landeplatz reicht oder nicht, ist der Ausgang meist auch für Profis ungewiss weil es wirklich knapp ist. Dann entscheidet der Untergrund ob du weiterfliegen darfst oder nicht: Fliege nur weiter wenn du jederzeit einen sicheren Notlandeplatz erreichen kannst. Ist dies nicht der Fall, darfst du es nicht riskieren, sonst hängst du bald im Baum oder an einem Dach… Vergiss nicht vor jedem unbekannten Flug einen Blick auf die Lufthinderniskarte zu werfen, damit du auch ohne Skytraxx-Warnung weisst wo die Kabel hängen.

Winter Meteo: Der Talwind ist nur schwach im Winter und er reicht nicht hoch. Der thermische Wintertalwind reicht selten höher als 500m über Talboden. Auch im März, wenn die Thermik über dem Wald schon wieder gut ist, gibt es noch kaum starken Talwind.

Unten sind einige Gleitflug-Ideen auf Parange.ch mit Gleitzahl 8 dargestellt. Bei den Challenge-Gleitflügen reicht diese nicht aus, dann steht die effektive erforderliche Gleitzahl um es zu schaffen. Wer einen High-B Schirm mit Liegegurtzeug fliegt, kann bei Windstille fast mit Gleitzahl 10 rechnen. Mit Low-B Schirmen mit 9.5.

Tipp: Arme hinter den Tragegurten oder versteckt am Körper bringt auch schon fast eine halbe Gleitzahl….

Viel Spass!

Beni Kälin

Kombos

Hier noch drei Kombinationen für alle die mehr als einen Flug machen wollen:

Kombo Easy

1. Männlichen – Grund
2. First – Grund
3. Männlichen – Interlaken

Kombo Challenge

1. Männlichen – Bodmi
2. First – Zweilütschinen
3. Männlichen – Interlaken

Kombo Super Challenge

1. Männlichen – Bodmi
2. First – Zweilütschinen
3. Männlichen – Stechelberg
4. Schilthorn – Interlaken

Männlichen – Interlaken

  • Strecke: 10km
  • Erforderliche Gleitzahl: 7
  • Achtung: Luftraum REGA und Heliport Gsteigwiler beachten. Nicht über den Rugen fliegen!!!
  • Meteo: Bise kommt als Talwind (Gegenwind) daher und macht den Flug schnell unmöglich.
  • Startplatz: Von der Station Richtung Gipfel gehen. Startmöglichkeiten nach Westen, Süden und im Tiefschnee Richtung Osten.

Männlichen - Interlaken

First – Zweilütschinen (Challenge)

  • Strecke: 12.5 km
  • Erforderliche Gleitzahl: 9 (mit Gleitzahl 8 wie im Bild reicht’s nicht)
  • Meteo: Nur bei Nullwind, Bergwind oder schwachem Talwind möglich.
  • Achtung: In Talmitte fliegen. Westlich von Bussalp hängen viele Seile an den Südhängen oberhalb Burglauenen! Blick auf Lufthinderniskarte wichtig!
  • Landeplatz: Gibt es kein offiziellen. Grosse Felder wählen und auf Stromleitungen achten.

First - Zweilütschinen

Schilthorn – Interlaken (Challenge)

  • Strecke: 17.5 km
  • Erforderliche Gleitzahl: 7.5
  • Meteo: Höhenwind auf dem Schilthorn darf nicht zu stark sein. Und zwischen Wilderswil und Zweilütschinen darf nicht mehr als schwacher Talwind oder Bise blasen.
  • Achtung: Luftraum REGA und Heliport Gsteigwiler beachten. Nicht über den Rugen fliegen!!!
  • Achtung: Beim Start nach Westen (oder SW) muss man direkt nach dem Start über den Grat fliegen ins Saustal. Danach vorbei an der Lobhornhütte über Sulwald. Das schwierigste ist der Start. Nicht starten wenn der Schnee hart ist und Abrutschgefahr besteht.

Schilthorn - Interlaken

Schilthorn – Kiental (Challenge)

  • Strecke: 10 km
  • Erforderliche Gleitzahl: 5.5
  • Meteo: Höhenwind auf dem Schilthorn darf nicht zu stark sein.
  • Landung in Kiental “im Boden” in der Nähe vom Sessellift. Einfacher Landeplatz. Von dort fahren Busse.
  • Achtung: Das Kiental liegt in einer Naturschutzzone. Das Überfliegen ist zwar erlaubt, wir bitten dich jedoch dringend darum in der Talmitte mit grossem Hangabstand zu fliegen so dass die Tiere nicht in Stress kommen. Aussenlandungen sind nicht erlaubt.

Schilthorn - Kiental

Planplatten – Brienz (Challenge)

  • Strecke: 15.5 km
  • Gleitzahl: 9.5 (Mit Gleitzahl 8 wie im Bild reicht’s nicht)
  • Achtung: Nur wenn CTR / TMA Meiringen nicht aktiv
  • Meteo: Schwacher Westwind
  • Startplatz: Im Winter ist es schwierig Richtung Osten zu starten. Nach Westen ist einfach. Für Windmessstation am Startplatz siehe Flob.ch

Planplatten - Brienz

Hockenhorn – Kandersteg

  • Strecke: 12.5 km
  • Gleitzahl: 6 (Frutigen 10)
  • Achtung: Alpines Gelände, Lawinensituation beachten.
  • Meteo: Kein Südüberdruck (Föhntendenz)
  • Startplatz: Von der Bergstation Hockenhorn 15 min zu Fuss (ggf. Ski auf der Schulter) unter dem Hockenhorn traversieren. Startplatz auf dem Rücken westlich vom Hockenhorn.

Hockenhorn - Kandersteg

Marokko Adventure

Video Rückblick

 

Wieder zurück: Die zehn Piloten und Pilotinnen welche mit Andy Jäggi Marokko erkunden gingen. Schau dir das Video an um einen Einblick zu bekommen.

Hast du auch Lust mit uns neue Startplätze zu entdecken?
Wir haben noch einige Reisen für 2019.

 

Epsilon 9

Benchmarkt im EN-B Bereich

Epsilon 9 – Ausgereift bis ins Detail

Hast du erfolgreich das Gleitschirmfliegen erlernt und möchtest in Zukunft noch höher, weiter und sicherer fliegen?

Mit dem neuen Epsilon 9 setzt ADVANCE einen Benchmark im EN-B Bereich:

  • unerreichte Gleit- und Steigleistung
  • super Präzision
  • hohe Sicherheit

Know-How vom ADVANCE Chef-Testpilot

Bist du bald stolzer Besitzer eines Epsilon 9 sein und möchtest den Schirm richtig kennen lernen? Dann empfehlen wir dir das Epsilon 9 Camp im August 2019. Geleitet wird dieses durch Kari Eisenhut welcher neben seiner Tätigkeit bei Chill Out auch Chef-Testpilot bei ADVANCE ist und somit den Schirm wie wohl nur wenige kennt.

Mehr Infos zum Epsilon 9 Camp

Transalp

in drei Tagen von Südfrankreich bis in den Vorarlberg

Ein Erlebnisbericht von Kari Eisenhut und seiner Familie:

Bericht Swiss Glider

Eismeer Ski&Fly

Chill Out Staff & Bergpunkt.ch Bergführer zusammen auf Ski&Fly Tour

Die Spezialisten von Bergpunkt.ch und Chill Out Paragliding befahren am längsten Tag des Jahres erfolgreich das Eismeer hinter Eiger, Mönch und Jungfrau.

XC_Mag_Eismeer2017

Thunersee-Rekord:

Interlaken - Thun retour mit Hydrofoil-Kiteboard in 51Min.24Sek.

Kari Eisenhut pulverisiert den Segelrekord von 2h 14min. aus dem Jahre 1994 mit seinem Hydrofoil Kiteboard und einem von ADVANCE gebauten und selbst mit entwickeleten High-Performance Prototypen Kite.

Thuner-Tagblatt-Zeitungsbericht

Groundhandling Challenge

Wer schafft alle Challenges?

Andre Bandarra hat die Groundhandling Challenge gestartet. Mit Aufgaben wie

  • Schirm 1 Minute über dem Kopf halten
  • 3 x hintereinander erfolgreich Rückwärts aufziehen

will er Piloten zum Training motivieren. Schau dir im Video von Gemma an, welche Challenges sie schafft. Oder mach dich selber an die Arbeit mit den Challenges auf der groundhandlingchallenge.com.

Gib mir Bescheid, wenn du alle A- und B- Challenges geschafft hast. Viel Spass!

Andy
andy@chilloutparagliding.com

Schirmklassen und ihre Ansprüche

Welcher Schirm für welchen Piloten?

Der Chill Out Fluglehrer Beni Kälin hat sein Know-How über Schirmklassen und deren Ansprüche in einem Artikel im Swiss Glider geteilt.

Artikel Schirmklassen pdf

Streckenflug mit A-Schirm

Entscheidend ist nicht das Material

Für einmal war unser Fluglehrer Andy Jäggi mit einer Schüler-Ausrüstung auf Strecke und hat seine Erfahrungen in einem Artikel im Swiss Glider beschrieben.

Artikel A-Schirm Streckenflug pdf

 

Hochnebel

Beiträge von Meteoschweiz

Interessante Beiträge von MeteoSchweiz zum Thema Hochnebel

Dossier: Nebel / Hochnebel

Blog: Wo ist die Hochnebelobergrenze?

 

Skills Check

Bin ich ein guter Pilot?

Unser Fluglehrer Andy Jäggi hat im Swiss Glider Magazin einen Skills Check veröffentlich. Er bietet dir einen Leitfaden zur Selbsteinschätzung, aber auch viele Ideen welche Manöver du trainieren könntest.

Artikel Skills Check pdf

 

Team Unicorn Oludeniz

Einhörner in der Türkei...

Team Unicorn Oludeniz 2

Zum zweiten mal reiste ein Teil vom Team Unicorn (eine selbsternannte Gruppe von Piloten aus Wengen) mit Beni Kälin in die Türkei nach Oludeniz. Von 6 Tagen konnte man leider nur 4 Tage fliegen wegen einer Kaltfront. 6 Personen haben aber trotzdem in 4 Tagen 120 Höhenflüge gemacht. Im Schnitt 5 Flüge am Tag à 1800 Höhenmeter. Macht 9000 Höhenmeter runterfliegen pro Flugtag. Auf dem Ausbildungspgramm waren:

  • Spiralen
  • SAT
  • Wing Over
  • Fullstall
  • Tandemspeedflying
  • 25 Tandem Ausbildungsflüge
  • Basejumps vom Gleitschirm (nur für Basejumper)
  • Tandem Infinity mit Ferdy Toy
  • Party, Trinkspiele und Karaoke…

Wer auch gerne mal nach Oludeniz kommen will: Wir bieten nächstes Jahr eine offizielle Flugreise an. Auch für Nicht-Einhörner 🙂

Advance XI

Mit dem XI bringt Advance den lange ersehnten High-B Schirm in Leichbau Version. Unser Fluglehrer Andy hatte die Gelegenheit, einen Prototypen im Himalaya ausgiebig zu testen. Und Kari flog bereits mehrere Flüge über 200km damit. Flug im X-Contest.

Lightness 3

Das Lightness 3 von Advance kommt in Kürze auf den Markt. Wir sind überzeugt vom gelungenen Design. Insbesondere das Windshield bringt einen grossen Komfort, da es Windgeräusche fast vollständig verhindert.