LEVEL WINGS FLAME

Testbericht von Beni Kälin

Fussstarten wird immer populärer, es wird immer einfacher und die Möglichkeiten werden immer grösser. Der Flame von LEVEL WINGS erweitert die Möglichkeiten nochmals um einen grossen Sprung. Speedflying Legende Francois Bon hat es geschafft einen Schirm zu bauen, der vom Handling und dem Speed einem klassischen Speedriding Schirm entspricht, aber eine Gleitzahl bietet die zwischen Speedflyern und Miniwings liegt. Ich schätze das Plus an Leistung zwischen 1.5-2 Gleitzahlen im Vergleich zu einem Mirage RS derselben Grösse.

Tönt ja genial, wo liegt der Haken?

Nun die Range ist insgesamt nicht grösser. Was der Schirm besser gleitet, büsst er an Steilheit und Dive ein. Um in steilerem Gelände am Boden zu bleiben muss man viel mehr hin und her fliegen, selbst mit offenen Trimmern. Wo man Platz dafür hat, empfinde ich das nicht als negativ, das Carven über der Grasnarbe macht mir persönlich enorm Spass. Aber steile enge Couloirs ausfliegen geht mit dem Flame nicht gut.

Ein weiterer Nachteil der Leistung ist das ärgerliche wegsteigen beim Swoopen. Selbst aus einer 180 Grad Drehung swoopt der Schirm nicht horizontal, sondern steigt etwas weg. Das ist nicht gefährlich, Energie zum Flaren hat man weiterhin genug, aber es reduziert halt den Spass am Swoopen. 

Starten und Groundhandling

Der Flame ist kein Speedriding Schirm den man einfach irgendwie hinwerfen kann. Mindestens auslegen wie ein Mirage sollte man ihn schon. Wie die meisten Speedflyer kommt er schnell hoch und schiesst vor. Man muss ihn unbedingt anbremsen, sonst klappt er ein. Mit geschlossenen Trimmern hat man nicht allzu viel Bremsweg übrig, Überbremsen und damit den Schirm stallen ist einfach möglich beim Groundhandling oder beim Start. Beim Handeln im Starkwind zeigt sich der Flame deutlich anspruchsvoller als z. B ein Mirage oder ein RapiDos. Sobald man die Bremse zu stark löst, pitcht der FLAME nach vorne und klappt grossflächig ein, was dann meistens nicht mehr zu retten ist. Wie dies ein Gleitschirm oder Miniwing auch macht. Das für Speedflyer typische fehlerverzeihende Entlasten der Leinen ohne dass der Schirm einklappt, hat der FLAME nicht. Ich vermute, dass ihn dies für Speedriding (Touch & Go und Riden) sehr anspruchsvoll macht, habe den FLAME selber aber leider noch nicht auf Ski ausprobieren können.

Barrel Rolls

Der FLAME hat sehr kurze Leinen im Verhältnis zur Spannweite und der Schirm ist sehr rollig. Diese Kombination macht den Schirm perfekt zum Barrel Rolls fliegen. Der FLAME hat durch seine Leistung auch einen sehr guten Pop, was Rollen in Bodennähe einfacher macht als mit anderen Schirmen.

Traggurte

Der FLAME hat einfache, klassische Speedflyer Traggurte mit breitem Band, was das unabsichtliche Verdrehen erschwert. Die Trimmer mit 10cm Trimmerweg entsprechen einem Mirage oder RapiDos und sind wie gewohnt hinten. Auf dem Trimmerband befindet sich in der Mitte eine blaue Naht. Will man im Flug die Trimmer rasch komplett öffnen, ist diese Naht störend. Sie lässt sich aber mit einem Japan-Messer einfach entfernen.

Sicherheit

Hier liegt die grosse Schwierigkeit für die Konstrukteure. Bei Speedflyer heisst mehr Leistung meistens auch weniger Sicherheit, spricht die Schirme klappen früher ein, klappen tiefer und reagieren giftiger. Da Speedflyer nicht zertifiziert werden, kann ich hier nur spekulieren. Ich selber bin bisher die Grösse 8 und 11 geflogen, da traute ich mich keine Klapper zu provozieren (kann ich auch nicht empfehlen…).  Für eine gute Sicherheit vom FLAME spricht, dass der Schirm in Frankreich und Italien letzten Sommer schon sehr viel geflogen wurde und noch keinen gefährlichen Ruf hat (beim Fluid 2 gab es ziemlich bald Unfälle). Mich persönlich machen die grossflächigen tiefen Einklapper die beim Groundhandling passieren aber vorsichtig. Ich vermute, dass der FLAME doch einiges an Turbulenzen wegstecken kann, aber wenn er seitlich einklappt rechne ich damit, dass er schnell abdrehen wird. Wie gesagt, das ist reine Spekulation.

Wie mit bisherigen Fussstartschirmen empfehle ich deshalb kein Proximity-Fliegen in Turbulenzen mit offenen Trimmern. Wenn’s schüttelt, die Trimmer nicht mehr als halb öffnen. 

Eignung

Obwohl der FLAME beim Groundhandling und Starten anspruchsvoller ist als andere Fussstartschirme, sehe ich kein Problem für Fussstart-Anfänger mit Gleitschirm-Erfahrung. Wer einen Gleitschirm handeln kann, kommt mit dem FLAME zurecht. Der FLAME eignet sich auch für Miniwing Piloten, die einen schnellen und agilen Miniwing mit Speedflying-Charakter suchen und dafür bereit sind auf das Plus an Gleitzahl zu verzichten, das ein Pi 16, Tonic oder Bantam bietet.

FLAME LIGHT

Der FLAME ist für einen Speedflyer relativ schwer, deshalb gibt es auch einen FLAME LIGHT mit gleichen Flugeigenschaften, aber anderen Traggurten und leichterem Tuch. So wiegt Grösse 11 nur noch 1.85kg statt 2.5kg. 

Nova Bantam vs. LEVEL WINGS FLAME

Ausser der Grössen und den kurzen Leinen haben die beiden Schirme nichts gemeinsam. Der FLAME ist ein Speedflyer und eine Spassmachine, gebaut für Proximity-Flying. Der Bantam ist gebaut um klein und leicht zu sein, gut zu starten und zu gleiten.

Preis

Jede Grösse hat einen leicht anderen Preis. Grösse 11 kostet bei Chill Out 2081.- statt 2290.- (Listenpreis).

Testen und kaufen

Wir haben einen 11er FLAME als Demo und können andere Grössen organisieren. Melde bei Beni Kälin beni@chilloutparagliding.com oder 076 445 63 61.

Nova Bantam

Testbericht von Beni Kälin

Der Nova Bantam ist der leichteste normale Gleitschirm mit Zulassung. Nur Singleskins sind noch leichter. Gleich vorne weg: Nova gibt immer die projizierte Fläche an. Ein Bantam 10 ist ausgelegt 12, ein Bantam 12 ist 14 und der Bantam 14 ist 16,6 Quadratmeter. Wir reden jetzt aber immer von der projizierten Grösse (Nova-Grösse). Grösse 12 und 14 wurden EN-D zertifiziert, Grösse 10 ist nicht zertifiziert. Bisher gab es so klein, leicht und zertifiziert nur den Skywalk Tonka oder eben Singleskins.

Was gefällt mir am Bantam?

Der Bantam ist extrem leicht, klein zu packen und auch im Starkwind einfach zu starten. Zudem hat er extrem kurze Leinen. Die Bremswege sind erstaunlich lang für so einen kleinen Schirm. Diese waren beim Tonka deutlich kürzer, für Normalpiloten von mir aus gesehen zu kurz. All dies macht den Bantam meiner Meinung nach zum perfekten Bergsteiger-Schirm. Beim Bergsteigen hat man durch die Bergsteigerausrüstung sowieso schon einen vollen Rucksack, da braucht man einen kleinen leichten Schirm, der dann bei möglichst vielen Windverhältnissen und wenig Platz noch sicher gestartet werden kann. Bei 30km/h Wind auf dem Mönch wünsche ich mir einen Bantam zum Starten.

Der Bantam hat null Tendenz zum überschiessen, was bei kleinen Schirmen mit kurzen Leinen das Starten massiv einfacher macht. Bei 20km/h Wind mit einem Ozone XXLite 2 16 starten ist richtig anspruchsvoll. Mit einem Bantam ein Kinderspiel! Der Unterschied ist 400 Gramm. Dafür rennt man bei Abwind mit einem XXLite 2 nur halb so weit. Gefühlt braucht der Bantam im Vergleich zum XXLite 2 ungefähr halb soviel Platz zum Auslegen (kurze Leinen) und hat dabei auch nur halb soviele Leinen. Mit XXLite 2 im Geröll starten ist unmöglich. Mit dem Bantam machbar.

Fluggefühl

Ich kenne keinen anderen Gleitschirm oder Speedflyer der verhältnismäßig so kurze Leinen besitzt wie der Bantam. Die Leinen gehen vom Piloten weg nicht nach oben, sondern gefühlt nach aussen. Die kurzen Leinen ermöglichen den Bantam auf kleinstem Raum auszulegen, vermindern aber auch die Flugruhe. Wieso fühlen sich am Tandemschirm die Turbulenzen so gedämpft an? Unter anderem wegen den langen Leinen. Je kürzer die Leinen, desto direkter ist man mit seinem Schirm verbunden und desto stärker spürt man Turbulenzen. Leichte Turbulenzen kommen einem heftig vor am Bantam, obwohl er eine extrem hohe Nick- und Rolldämpfung besitzt. Die meisten Miniwings die 16 Quadratmeter oder kleiner sind, rollen auch im Geradeausflug leicht, vor allem bei hoher Flächenbelastung. Der Bantam dagegen fliegt wie auf Schienen geradeaus. Das ist ziemlich ungewöhnlich für kleine Miniwings. Dadurch braucht’s auch mehr Zug an der Bremse, damit der Bantam eine Kurve macht. Mir persönlich machen andere Miniwings mehr Spass zum Fliegen. Der Bantam fühlt sich für mich etwas „kastriert“ an. Wer eine Spassmachine sucht, ist mit einem Pi 16, Tonic oder einem Flame besser bedient. Was am Bantam Spass macht und sehr einfach ist sind Barrel Rolls. Je kürzer die Leinen an einem Miniwing oder Speedflyer, desto einfacher sind die Rollen. Da hat er die Nase vorn gegenüber anderen Miniwings (ausser dem Flame, der aber ein Speedflyer ist).

Leistung

Ein 12er Bantam soll ungefähr die Gleitzahl eines 16er Pis haben, sprich die Gleitzahl wäre etwas besser als am Pi bei gleicher Grösse. Verglichen habe ich es selber nicht, aber die Leistung für einen Bergsteigerschirm ist mir persönlich nicht so wichtig. Er gleitet sicher gut genug.

Sicherheit

Ich bin kein Testpilot, das hier sind Spekulationen. Der Bantam fühlt sich wegen den kurzen Leinen in Turbulenzen gefährlich an, ist es aber vermutlich nicht. Bei so hohen Flächenbelastungen sind Einklapper sowieso eher selten, deshalb sehe ich die D-Einstufung als nicht so problematisch. Dennoch fällt auf, dass der Bantam im Zulassungsbericht bei allen Frontklappern ein D hat, wo ein Pi 16 überall ein A hat. Sicherlich sind die Reaktionen auf Einklapper am Bantam giftiger als bei einem Pi 16, aber Verhänger sind keine zu erwarten, weil der Schirm so wenig Streckung hat. Ich persönlich möchte aber keinen Vollbeschleunigten 75% Seitenklapper an einem 12er Bantam erleben. Also Vorsicht mit Vollgas, obwohl sich der Bantam richtig schnell fliegen lässt.

Traggurte und Materialien

Nova hat es geschafft super simple, übersichtliche, einfach zu bedienende und dennoch leichte Traggurte zu bauen. Ich bin begeistert. Sogar die Soft-Links sind schön versteckt, dass keine Leinen hängen bleiben können. Wow! Die wenigen Leinen sind farbig und ummantelt. Das Tuch ist das neue 26g Tuch, was mir einen guten und erstaunlich robusten Eindruck macht. Wie haltbar es ist, wird sich zeigen.

Fazit

Nova hat mit dem Bantam einen perfekten Bergsteiger-Schirm gemacht, der ein paar Vorteile gegenüber einem Pi 16 bietet. Wer nicht zu ängstlich ist in Turbulenzen, keine Spassmachine sucht und grossen Wert auf Gewicht und Packvolumen legt, für den eignet sich der Bantam. Man muss kein EN-D Pilot sein, um ein Bantam zu fliegen, aber man muss lernen wie man einen Miniwing fliegt.

Nova Bantam vs. LEVEL WINGS FLAME

Ausser der Grössen und den kurzen Leinen haben die beiden Schirme nichts gemeinsam. Der FLAME ist ein Speedflyer und eine Spassmachine, gebaut für Proximity-Flying. Der Bantam ist gebaut um klein und leicht zu sein, gut zu starten und zu gleiten.

Preis: 2690.- Chill Out Preis: 2490.-

Um den Bantam zu testen, melde dich bei Beni.

beni@chilloutparagliding.com oder 076 445 63 61

Speedriding Camp Report

Moritz, Andy, Daniel, Andrey, Sebastian, Kaj, Nick, David, Michael, Mick und Janek haben das Beginner Speedriding Camp von Donnerstag bis Sonntag besucht. Unter der Leitung von Beni Kälin haben sie das beste aus den 4 windigen Tagen gemacht und die Basics vom Speedriding erlernt. Sie können nun 6-8 Quadratmeter kleine Schirme riden und 13-15 Quadratmeter Schirme fliegen:-) Smalls wings, big smiles!

Erster Eindruck Dudek Run and Fly 16

Test Dudek Run and Fly 16

Beni hat den leichtesten Gleitschirm der Welt testgeflogen und mit dem Ozone XXLite 2 16 verglichen. Hier sein erster Eindruck nach vier Flügen in eher ruhiger Luft.

 

Auslegen

Beim Leinen sortieren fällt direkt auf, der Run and Fly hat im Vergleich zum XXlite 2 deutlich weniger Leinen. Der Wechsel von Stamm- zu Galerieleinen ist verstärkt, dort bleiben leider gerne Leinen hängen. Die Tragegurte sind auch aus Dyneema Strängen gemacht, genau wie beim XXlite 2 und entsprechend fordernd im Handling. Eine verdrehte Bremse nach dem Start kann nur mit viel Aufmerksamkeit verhindert werden.

Beim Run and Fly zieht man nach 30 cm anbremsen über eine Umlenkung die D-Leinen runter. Diese Umlenkung macht den Traggurt nicht grade übersichtlicher. Das gute an den Single Skins ist, dass man sie beim kleinsten Aufwind aufziehen und kontrollieren kann.

 

Start

Der Run and Fly kommt wie alle Single Skin super schnell hoch. Mit nur wenig anbremsen kann man das Vorschiessen locker verhindern.  Mit dem XXlite 2 ist man dann nach 2-3 Schritten spätestens in der Luft, wenn nicht schon vorher. Der Run and Fly braucht gefühlt 2-3 schnelle Schritte mehr zum abheben. Eventuell heisst der Schirm deshalb Run and Fly …

Obwohl sich am Single Skin eigentlich nichts füllen muss, flattern beim Start mit dem Run and Fly erst mal leicht die Ohren, bis sich der Fronttube vollständig gefüllt hat. Erst beim Abheben ist der Schirm dann ganz geöffnet. Tendenz zum Aushebeln hat der Run and Fly weniger als der XXLite 2. Im Starkwind also sicher einfacher.

 

Flug

Das Spezielle gleiche vorneweg: Das beste Gleiten hat der Run and Fly nicht mit Hände hoch, sondern mit dem Gewicht der Armen in den Bremsen hängend, also ca. 30% Bremse. Der Unterschied ist geschätzt etwa eine Gleitzahl. Genau ausgeflogen werden konnte das jedoch nicht.  Mit 0% Bremse fliegt man also schon beschleunigt. Der Run and Fly hat deshalb auch keinen Fussbeschleuniger. Der Unterschied von “beschleunigt” auf unbeschleunigt liegt bei etwa 5 km/h, also besser als beim XXLite 2. Die Geschwindigkeit im besten Gleiten ist ca. 2km/h schneller als beim XXlite 2. Der XXlite 2 hat durch die deutliche höhere Streckung auch eine etwas bessere Gleitzahl. Mit ganz offenen Bremsen, also voller Geschwindigkeit steht die Kappe des Run and Fly nicht so schön glatt und gespannt dar. Es mag daran liegen, dass die gesamte Konstruktion auf extrem leicht ausgelegt wurde.

In alle Richtungen sind leichte Falten zu sehen und die Kappe vibriert. Unbeschleunigt, also genug anbremst, wird die Kappe einigermassen gespannt und die Vibrationen lassen deutlich nach.

In leichten Turbulenzen vermittelt mir der Run and Fly nach 4 Flügen noch kein grosses Vertrauen, man muss sich da erst mal dran gewöhnen. Ich frage mich wie sich das in starken Turbulenzen anfühlen wird. Der XXLite 2 fühlte sich bei den leichten Turbulenzen erstmal stabiler an. Turbulenzen am Single Skin sind aber so oder so kein Genuss … was sich sonst nur als Rütteln anfühlt, fühlt sich am Single Skin immer gleich als turbulent an.

Die Bremswege sind eher kurz, aber in einem grünen Bereich. Durch die Umlenkung auf die D-Ebene nimmt der Bremsdruck markant zu. Wann genau die Strömung abreisst, spürt man nicht so genau. Das Abreissverhalten vom XXLite 2 gleicht da eher einem normalen Schirm. Er wird massiv härter vor dem Abreissen und reisst zuerst aussen an den Flügelenden ab. Auch die Bremswege sind spürbar länger.

 

Provozierte Klapper

Ich habe wegen dicken Fausthandschuhen nur ansatzweise Klapper probiert. Das Manöver wurde mit offenen Bremsen, also „voll beschleunigt“ geflogen. Zieht man die A-Leinen einseitig vorsichtig 5cm runter, klappt gleich die ganze Seite dynamisch weg. Ich kann nicht sagen, das ich mich dabei wohl gefühlt habe.

Beim vorsichtigen Ziehen vom ersten Frontklapper hat der Schirm blitzschnell ein Hufeisen gemacht. Auf weitere Frontklapper habe ich dann verzichtet. 🙂

Laut dem Herstellervideo soll der Run and Fly gutmütig und sicher sein. Das kann ich nach meinen vier Flügen zu wenig beurteilen. Ich muß mich wohl noch an diese neue Konstruktion gewöhnen, denn pudelwohl habe ich mich bei meinen ersten Testversuchen nicht gefühlt.

Hier gehts zum Extremflug Video: (von Dudek)

https://www.youtube.com/watch?v=F_oOnYGGS2Q

 

Landen

Das Ausflairen klappt erstaunlich gut. Kommt man mit etwas Überfahrt aus einem Pendel darf man die Bremsen nicht zu schnell durchziehen, sonst katapultiert einen der Schirm wieder nach oben. Erstaunlich was der Run and Fly an Auftrieb generiert beim Durchbremsen. Hier schlägt er wohl jeden anderen Single Skin auf dem Markt. Ob das mit dem Flaschenzug auf die D-Ebene zusammenhängt? Vermutlich. Das Flairen ist wirklich erstaunlich gut, wenn auch noch nicht ganz wie bei einem normalen Gleitschirm.

 

Packen und Packvolumen

Der Run and Fly hat nur ganz kurze Stäbchen in der Nase. Er wird schon aufgerollt wie ein Schlafsack ausgeliefert. Ich denke man braucht sich also beim Packen keine Mühe zu geben wegen den kurzen Stäbchen. Das Packvolumen ist geschätzte 30% geringer als beim XXLite 2. Den XXLite 2 muss man aber wegen den längeren Stäbchen in der Nase etwas klein „prügeln“.

 

Mein Fazit

Single Skin bleibt Single Skin. Beim Erstflug fühlt man sich noch nicht so wohl. Man muß erst Vertrauen zu diesen extrem leichten Schirmen aufbauen. Je nach Schirm und eigenem Können, geht das mal schnell oder weniger schnell. Der XXLite2 ist eher eine Gleitschirmkonstruktion mit deutlich mehr Streckung und daher nur bedingt mit den Run and Fly zu vergleichen. Vielleicht vermittelt er mir dadurch mehr Sicherheit in der Luft. Als revolutionär sticht aber beim Run and Fly sicher das Gewicht, das Packvolumen und auch das Flairen beim Landen heraus.

Die eierlegende Wollmichsau ist aber auch der Run and Fly von Dudek Paragliders nicht. In Sachen Startstrecke und geschätzter Gleitzahl nimmt man sicherlich leichte Abstriche in Kauf.

Ich würde den Run and Fly absoluten Gewichtsfetischisten und auch erfahrenen Piloten empfehlen zum:

  • Run and Fly
  • Bergsteiger und Skitourengänger welche eh schon viel Material dabeihaben
  • Als Blickfang am Startplatz

Alles in allem haben mir die Testflüge Spaß gemacht. Ich freue mich schon auf unseren ersten Demoschirm, mit dem ich sehr gerne weitere Flüge machen werde.

Wer einen Run and Fly bestellen möchte kann das in Grössen 14, 16, 18 und 20 qm. Wir beraten dich gerne die richtige Grösse zu finden. Tipp: Wie alle Single Skins muss man auch den Run and Fly mit hoher Flächenbelastung fliegen.
VK:

14: CHF 2200.-
16: CHF 2200.-
18: CHF 2400.-
20: CHF 2500.-

Weiter Infos findet man hier: http://dudek-paragliders.de/runfly-beschreibung

Team Unicorn Oludeniz

Einhörner in der Türkei...

Team Unicorn Oludeniz 2

Zum zweiten mal reiste ein Teil vom Team Unicorn (eine selbsternannte Gruppe von Piloten aus Wengen) mit Beni Kälin in die Türkei nach Oludeniz. Von 6 Tagen konnte man leider nur 4 Tage fliegen wegen einer Kaltfront. 6 Personen haben aber trotzdem in 4 Tagen 120 Höhenflüge gemacht. Im Schnitt 5 Flüge am Tag à 1800 Höhenmeter. Macht 9000 Höhenmeter runterfliegen pro Flugtag. Auf dem Ausbildungspgramm waren:

  • Spiralen
  • SAT
  • Wing Over
  • Fullstall
  • Tandemspeedflying
  • 25 Tandem Ausbildungsflüge
  • Basejumps vom Gleitschirm (nur für Basejumper)
  • Tandem Infinity mit Ferdy Toy
  • Party, Trinkspiele und Karaoke…

Wer auch gerne mal nach Oludeniz kommen will: Wir bieten nächstes Jahr eine offizielle Flugreise an. Auch für Nicht-Einhörner 🙂